
Lydia Schieth (* 1952 in München) ist eine deutsche Schriftstellerin, Germanistin und Literaturwissenschaftlerin.
Lydia Schieth hat nach dem Abitur Germanistik, Geschichte, Philosophie und Sozialkunde an der Universität Regensburg, der Universität Hamburg, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Universität Bamberg studiert. 1978 erlangte sie das Erste Staatsexamen und 1981 das Zweite Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in Bayern. Danach arbeitete sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Bamberg am Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft bei Wulf Segebrecht. Anschließend war sie bis zu ihrer Pensionierung als Lehrerin an den St. Marien Schulen der Schulstiftung der Diözese Regensburg tätig. Zuletzt war sie als Studiendirektorin die stellvertretende Leiterin des Gymnasiums.
Ihre Forschungen zur Frauenliteratur mündeten zunächst in ihrer Dissertation Die Entwicklung des deutschen Frauenromans im ausgehenden 18. Jahrhundert. Mit dieser Arbeit hatte sie die Weichen zum Forschungsgebiet der Frauenliteratur gestellt, in dem sie weiterhin wirkt. Die Dissertation findet bis in die Gegenwart Anerkennung in der Forschung und wird in vielen Werken zur Frauenliteratur zitiert. Auch ihre weiteren Werke zur Frauenliteratur sind Gegenstand der wissenschaftlichen Auseinandersetzung. Insbesondere der von ihr erarbeitete Katalog zur Ausstellung Fürs schöne Geschlecht. Frauenalmanache zwischen 1800 und 1850 in der Staatsbibliothek Bamberg 1992–1993 fand in der Forschung zur Frauenliteratur erhebliche Beachtung. Neben der Thematik der Frauenliteratur umfasst ihr Werk Arbeiten zu Schriftstellern wie Theodor Fontane, E. T. A. Hoffmann und dem Literatur-Nobelpreisträger Elias Canetti, zu dem sie im Zusammenhang mit jüdischen deutschsprachigen Schriftstellern den Beitrag Elias Canetti. Ein Europäer erinnert sich schrieb, der ebenfalls eine große wissenschaftliche Resonanz fand. Sie ist Mitglied der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft. Weitere Arbeiten sind belletristische Werke mit Bezügen zu Autoren, die früher den Gegenstand ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit bildeten. Sie fanden die Aufmerksamkeit und positive Resonanz in literarischen Fachpublikationen. Mit dem Beitrag Die Funktion phantastischer Frauengestalten in ausgewählten Texten E.T.A. Hoffmanns verband sie 2024 die Forschungen zu Frauenliteratur und E.T.A. Hoffmann miteinander.
| Personendaten | |
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| NAME | Schieth, Lydia |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Schriftstellerin, Germanistin und Literaturwissenschaftlerin |
| GEBURTSDATUM | 1952 |
| GEBURTSORT | München |