M+M

M+M ist ein deutsch-luxemburgisches Künstlerduo, bestehend aus Marc Weis (* 1965) und Martin De Mattia (* 1963). Die künstlerische Zusammenarbeit der international arbeitenden und angesehenen Künstlergruppe bewegt sich zwischen bildender Kunst, Architektur und Film.

Martin De Mattia und Marc Weis

Allgemeines

Das Künstlerduo M+M trat erstmals 1989 im Raum zwischen bildender Kunst, Architektur und Film in Erscheinung. So unternehmen sie zum Teil bizarr wirkende Eingriffe in vernetzte Lebensbereiche wie Autobahnnetz, Klima oder Körperinneres. Ein weiterer Fokus liegt auf multimedialen, filmischen Surround-Installationen, die narrative Fragmente ohne feste chronologische Einordnung frei miteinander verweben. In dieser eigenwilligen Weiterführung von Ansätzen des Expanded Cinema entsteht ein verdichtetes, vielschichtiges Zeitgefühl, das lineare Abläufe und Kausalbezüge außer Kraft setzt und facettenreiche psychologische Narrationen ermöglicht.

M+M arbeiten je nach Ausrichtung ihres jeweiligen Projekts häufig mit Fachleuten, Wissenschaftlern oder Kollegen anderer Sparten zusammen. Teilweise nimmt ihre Arbeitsweise auch einen kuratorischen Charakter an. Der Künstlermythos des Einzelgenies wird sowohl in ihrer eigenen anonymisierten Zusammenarbeit als auch in der Kooperation mit anderen Arbeitsbereichen bewusst in Frage gestellt.

Lehrtätigkeit

Marc Weis und Martin De Mattia waren Lehrbeauftragte an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe (1992/93), als Gastprofessoren an der Akademie der Bildenden Künste München (2000/01), als Dozenten an der Hochschule für Gestaltung und Kunst Zürich (2001/02), als Internationale Gastprofessoren an der Peter Behrens School of Arts (2008) und an der Accademia di Belle Arti di Bologna (2015). Sie sind seit 2020 Mitglieder der Bayerischen Akademie der Schönen Künste.

Ehrungen und Preise

Einzelausstellungen (Auswahl)

Gruppenausstellungen (Auswahl)

Publikationen (Auswahl)

Gruppenkataloge (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Früheste Arbeit auf der Homepage des Duos, abgerufen am 28. August 2023.
  2. ↑ ADC Gewinnergalerie. In: gewinner.adc.de. Abgerufen am 9. April 2018.
  3. ↑ Rezension auf kunstbuchanzeiger.de, abgerufen am 28. August 2023.