Museu de Arte de São Paulo

Museu de Arte de São Paulo, 2019

Das Museu de Arte de São Paulo, oder MASP befindet sich in São Paulo (Brasilien) und wurde am 2. Oktober 1947 von Assis Chateaubriand und Pietro Maria Bardi gegründet.

Gebäude

Die italienische Architektin Lina Bo Bardi, Ehefrau des Museumsmitgründers Bardi, gestaltete den Museumsneubau, der am 7. November 1968 in Anwesenheit der britischen Königin Elisabeth II. eröffnet wurde. Da von der Avenida Paulista, an der das neue Gebäude steht, der Blick auf die Innenstadt freibleiben sollte, wird das Gebäude von vier Stahlträgern schwebend getragen. Der Platz unter dem Bau ist bis heute öffentlicher Raum mit zahlreichen Aktivitäten, z. B. einem Antiquitätenmarkt, der sonntags stattfindet.

Sammlungen

Das Museum ist das wichtigste Kunstmuseum Brasiliens mit einer umfangreichen Sammlung an Gemälden und Skulpturen vom 14. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Zu den ausgestellten Künstlern gehören Max Beckmann, Hieronymus Bosch, Sandro Botticelli, Paul Cézanne, Marc Chagall, Lucas Cranach der Ältere, Edgar Degas, Eugène Delacroix, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Hans Holbein der Jüngere, Claude Monet, Max Pechstein, Pablo Picasso, Raffael, Rembrandt, Pierre-Auguste Renoir, Peter Paul Rubens und Henri de Toulouse-Lautrec. Darüber hinaus gibt es Sammlungen mit afrikanischer und asiatischer Kunst, antiker und brasilianischer Kunst des 20. Jahrhunderts.

Am 20. Dezember 2007 wurden morgens um 5 Uhr zwei Gemälde im Wert von rund 70 Millionen Euro gestohlen. Bei den gestohlenen Werken handelte es sich um Portrait de Suzanne Bloch von Pablo Picasso sowie um das Bild O Lavrador de Café von Candido Portinari. Die Polizei von São Paulo konnte die Bilder am 8. Januar 2008 ausfindig machen und unbeschädigt an das Museum zurückgeben.

Ausgestellte Werke (Auswahl)

Sammlungspräsentation

2016 wurde im zweiten Obergeschoss das von der Architektin Lina Bo Bardi 1968 erarbeitete Ausstellungskonzept der frei im Raum stehenden Kunstwerke wiederhergestellt. Die Bilder werden jetzt wieder in durchsichtigen Glasständern gezeigt, die in Betonkuben stecken.

Lina Bo Bardis Ausstellungskonzept für das MASP

Literatur

Commons: Museu de Arte de São Paulo – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten

  1. ↑ Millionencoup in São Paulo (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im September 2026. Suche im Internet Archive) In: ORF.at.
  2. ↑ Kolja Reichert: Die Parade der auferstandenen Meisterwerke. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 18. Mai 2016, S. 13.

Koordinaten: 23° 33′ 41,5″ S, 46° 39′ 21″ W