MINICK (Kofferwort aus MI & (K)NICK) ist ein 1994 in der Schweiz gegründetes Kommunikationsunternehmen, das inzwischen in Düsseldorf und Hamburg in Deutschland beheimatet ist.
1994 wurde MINICK als Einzelfirma von Michael Kägi und Dominik Brunner in Erlenbach ZH gegründet und 1998 in eine Aktiengesellschaft überführt (MINICK Switzerland AG). Anfänglich handelte die Firma mit PCs und einer Eigenentwicklung, der SMS und Pager Software „Page-It“. Bald schon entwickelte sie innovative Lösungen im Bereich der Telekommunikation und da insbesondere im Teilbereich SMS, wo die Firma zu den Pionieren in dieser damals neuen Technologie zählte. MINICK lancierte 1998 einer der weltweit ersten SMS Resultatservice für Eishockey Clubs wie den EV Zug oder den Grasshopper Club Zürich. Mit den interaktiven Services wie „mobilesound“ und „mobilefinance.com“ gehörte die MINICK zu den ersten Firmen weltweit, die die SMS Technologie mit dem Internet kombinierten. Die Firma war auch für den ersten weltweit durchgeführten Massenbroadcast via SMS zuständig. Die MINICK hielt zudem Patente in diesem Bereich. Bereits im 1999 kaufte Alexander Falk über das an der Börse notierte Unternehmen Distefora eine Mehrheit an der MINICK. Die 2Tell GmbH, der damalige Mobile Bereich der Distefora, wurde im Jahr 2000 in MINICK (Germany) Ltd. umgetauft und es wurden weitere Filialen in Ländern England und Spanien eröffnet.
Nachdem Börsengang (IPO) der Distefora Tochter ISION am den neuen Markt in Frankfurt, firmierte die Distefora die MINICK in Distefora Mobile um. Die Distefora geriet allerdings danach selbst in eine finanzielle Schieflage und begann einzelne operative Einheiten zu veräußern. So auch das Geschäftsfeld Mobile, welches durch das Management der Distefora Mobile aus der Distefora unter der Federführung von Martin Schlatter durch ein Management Buyout (MBO) wieder aus dem Konzern herausgelöst wurde. Als strategischen und finanziellen Partner konnte das Management der Distefora Mobile den amerikanischen Spielehersteller THQ gewinnen. Tero Turunen wurde CEO und Michael Kägi, der ursprüngliche Gründer der MINICK der Verwaltungsratspräsident. Die Distefora Mobile wurde wieder in MINICK umfirmiert und unter de Dach der MINICK Holding AG in Zollikon in der Schweiz weitergeführt.
Zwar galt die MINICK bereits zu diesem Zeitpunkt als einer der europaweit führender Anbieter von SMS-basierten Spielen, Umfrage- und Chat-Applikationen, zu den Kunden zählten bekannte Unternehmen wie MTV Europe, UBS, RTL, McDonalds oder der britische Channel 4, aber finanziell stand das Unternehmen nach dem MBO auf wackligen Füssen. Unter der Leitung von Michael Kägi wurde dann die Firma umfassend saniert und restrukturiert und somit auch finanziell wieder auf solide Beine gestellt.
Am 4. Dezember 2006 übernahm die Swisscom die in Zollikon ansässige MINICK Holding AG zu 100 %. Verkäufer waren zu gleichen Teilen der US-Spielehersteller THQ sowie das Management und die Mitarbeitenden des Unternehmens. MINICK war zu diesem Zeitpunkt ein führender Anbieter für mobile Mehrwertdienste (VAS) und betrieb unter anderem interaktive Plattformen für SMS-Abstimmungen (z. B. bei TV-Shows), Klingeltöne und mobile Internetportale für Mobilfunknetzbetreiber in ganz Europa. Für Swisscom war der Kauf ein strategischer Schritt, um die eigene Kompetenz im Bereich mobiler Inhalte und Applikationen zu stärken. Über den Kaufpreis vereinbarten die beteiligten Parteien Stillschweigen, die Finanz und Wirtschaft vermutete aber einen Verkaufspreis von etwas über 40 Millionen Schweizer Franken.
Per Ende August 2008 verkaufte die die Swisscom dann die MINICK Holding an die net mobile AG, einen Spezialisten für interaktive Anwendungen und Mobile Payment. Im Rahmen der Transaktion erwarb die Swisscom einen Minderheitsanteil an der net mobile AG. Über die Höhe des Kaufpreises wurde wiederum Stillschweigen vereinbart.
Im Jahr 2009 erfolgte die Übernahme der net mobile AG durch den japanischen Mobilfunkriesen NTT Docomo.
2017 erfolgte eine Neuausrichtung der DOCOMO Digital Germany GmbH mit Schwerpunkt auf mobilen Zahlungslösungen. Der Geschäftsbereichs B2O (Business to Operator) wurde am 1. Juli 2017 an die INTERNOLIX AG verkauft. Das B2O-Geschäft wurde durch das eigenständige Unternehmen net mobile minick GmbH wiederum unter dem Namen MINICK fortgeführt.