| MSBR | |
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| Allgemeine Informationen | |
| Herkunft | Präfektur Tokio, Japan |
| Genre(s) | Japanoise |
| Aktive Jahre | 1992–2005 |
| Letzte Besetzung | |
| Tano Kōji | |
MSBR (auch Molten Salt Breeder Reactor englisch Flüssigsalzreaktor) war ein 1992 gegründetes Japanoise-Projekt. Das Projekt endete mit dem Tod des Musikers Tano Kōji am 31. Juli 2005.
Tano Kōji begann 1992 damit als MSBR Musik zu veröffentlichen. Er spielte seither mit einer Reihe bekannter Noise-Musiker und tourte als MSBR in Asien, Europa, Nordamerika und Australien. Einen Großteil seines Materials veröffentlichte er auf seinen eigenen Labeln MSBR Records. Hinzukommend unterhielt er das Musikgeschäft Ned’s in Tokio, dass zur Verbreitung des Japanoise beitrug.
Ergänzend kooperierte er allerdings mit bekannten Unternehmen des Noise- und Industrial-Spekturms wie Old Europa Café, BloodLust!, Self Abuse Records und RRRecords. Splitveröffentlichungen und Kollaboration erschienen mit Interpreten wie Richard Ramirez, Merzbow, Aube, K2 oder Government Alpha. Mit dem amerikanischen Noise-Musiker Daniel Menche trat er früh in Briefkontakt.
Kōji starb am 31. Juli 2005 im Alter von 44 Jahren, womit MSBR endete. David Novak führte in seinem Buch Japanoise Kōji als schmerzlichen Verlust. Gelegentlich erschienen Veröffentlichungen Postum.
Veröffentlichungen des Projektes wurden in kleinen Musikgeschäften vertrieben und in die Rotation mehrerer College-Radios aufgenommen. Die Band zählte zu jenen die Thurston Moore während einer Tournee mit Sonic Youth zu Beginn der 1990er entdeckte. Im Jahr 1995 nutzte er die Musik der so entdeckten Japanoise-Interpreten für einen Remix des Stücks Rising von Yoko Ono, was durch die erst nachkommende Bitte um Genehmigung, international für Aufmerksamkeit sorgte.
MSBR Japanoise ist vielschichtig und rhythmisch. Kōji nutzt analoge Verzögerungen und Unschärfen, während er „von einer Klangfarbe in eine andere wechselt, wobei er nie eine Textur länger als fünf oder zehn Sekunden verweilen lässt.“
Die Auftritte von MSBR waren trotz der Reduzierung auf eine geradezu statische Performance am Synthesizer von physischer Präsenz geprägt, die jener von Incapacitants ähnelt, sich aber in der ruhigen Konzentration Kōjis allerdings deutlich von der ausladenden Performance des Duos Incapacitants unterscheide. Kōjis bilde eine vielmehr Einheit mit der Musik. Die Hände von Kōji waren in ständiger Aktivität reagierten und transformierten über das Verstellen und Einrichten der Regler und Verbindungen des Synthesizers und Keyboards auf und mit dem erzeugten Klang.
Studioalben
Kollaborationen und Splits
Singles und EPs
Boxsets