Mac Coy

Comicserie
Titel Mac Coy
Autor Jean-Pierre Gourmelen
Zeichner Antonio Hernández Palacios
Erstpublikation 1974 – 1999
Ausgaben 21

Mac Coy ist ein frankobelgischer Comic.

Handlung

Die Reihe erzählt vom Soldatenleben Alexis Mac Coys im Wilden Westen, zwischen den Jahren 1864 und 1899. Während des Sezessionskriegs kämpft Mac Coy als konföderierter Kavallerieoffizier, wird aber, nach der Niederlage der Südstaaten, zum Dienst in der US-Kavallerie genötigt. Anfangs noch einfacher Reiter, avanciert Mac Coy rasch zum Sergeanten (Feldwebel) und First Sergeant (Kompaniefeldwebel). Schließlich wird er Sergeant Major (Regimentsfeldwebel) und besteht als solcher zahlreiche Abenteuer. Zuletzt rückt er (wieder) zum Captain (Hauptmann) auf, nur um kurz darauf Opfer eines Hinterhalts zu werden.

Im ersten Band kämpft er Ende 1864, als Lieutenant (Oberleutnant) in der Armee von John Bell Hood, im Franklin-Nashville-Feldzug. Nach dem Untergang der Armee rettet er Hood vor den verfolgenden Unionstruppen und wird, inzwischen zum Captain befördert, gefangen genommen.

Im zweiten Band erlebt Mac Coy das Kriegsende in einem Gefangenenlager und wird dort für einen Geheimauftrag von der Unionsarmee verpflichtet. Er soll mit einer Einheit aus gefangenen Südstaatlern eine Kriegskasse zurückholen, mit der ein abtrünniger Unionsoffizier nach Mexiko verschwunden ist. Mac Coy lernt dabei den konföderierten Sergeant Major Charly kennen, der sein treuer Begleiter wird. Beide geraten mit ihren Männern in die Wirren der durch die Französische Intervention in Mexiko ausgelösten Kämpfe. Am Ende geht die gesuchte Kriegskasse in einer Schlucht unerreichbar verloren. Mit leeren Händen treten Mac Coy und Charly die Heimreise in die Staaten an.

Unterwegs treffen sie, im dritten Band, einen sterbenden Goldsucher. Der Mann überlässt ihnen eine Schatzkarte, hinter der mehrere Parteien her sind. Die Suche nach der sagenhaften Stadt Cibola, die das Gold der Inka beherbergen soll, bringt nahezu allen Beteiligten den Tod. Letztlich mit leeren Händen, doch immerhin lebendig, kommen alleine Mac Coy, Charly und der geläuterte Bandit Maxi davon. Fortan bestehen sie zu dritt ihre Abenteuer.

Immer noch auf der Heimreise, treffen sie, im vierten Band, auf vier junge Frauen, die angeblich ihren Vater aus einem Gefängnis befreien wollen. In Wirklichkeit handelt es sich um die Geliebten des Verbrechers Killer Kane, die zum Versteck seiner Beute wollen. Verfolgt von Apachen und dem Gefängnisdirektor, kostet die Suche nach den 100.000 Dollar viele Leben, die am Ende trotzdem nicht geborgen werden können.

Im fünften Band erreichen die drei Gefährten endlich den Grenzfluss Rio Grande, geraten aber mit einer Bande Waffenschmuggler aneinander. Von einem Lynchmob verfolgt, retten sie sich nach Fort Apache in Arizona, wo überraschenderweise Mac Coys früherer Vorgesetzter Hood das Kommando führt. Der einstige General der Konföderierten wechselte nach deren Niederlage auf die Seite der Sieger und ist nun Oberst der 3. US-Kavallerie. Mac Coy, Charly und Maxi treten in Hoods Regiment ein, zunächst als einfache Soldaten.

In den weiteren Bänden der Reihe muss sich das Trio diversen Herausforderungen stellen, immer wieder mit gefährlichen Aufträgen betraut: sei es im wüstenähnlichen Südwesten der USA, sei es in den schneebedeckten Ausläufern der Rocky Mountains. Das von Mac Coy mehrfach gewünschte Ausscheiden aus der Armee hintertreibt Hood stets aufs Neue, indem er Mac Coy wiederholt befördert und gleichzeitig dessen Dienstzeitverträge einseitig (und somit illegal) verlängert.

Am Ende von Band 20 trifft ihn ein Gewehrschuss in den Rücken. Der Schwerverletzte glaubt sein Ende gekommen. Ein Gefährte widerspricht, bettet ihn auf ein Travois und beginnt den Rücktransport ins Fort. Es bleibt unklar, ob Mac Coy überleben wird. Band 21 enthält keinen Hinweis darauf und könnte davor handeln, da eine chronologische Reihenfolge auch früher schon nicht immer eingehalten wurde.

Trivia

Deutschsprachige Ausgabe

Die Serie erschien in Deutschland zwischen 1979 und Juli 1986, neben anderen Serien, in der Reihe „Die großen Edel-Western“ der Delta Verlagsgesellschaft Stuttgart, im Vertrieb des Ehapa Verlags Stuttgart. Weitere Bände veröffentlichte bis 1990 Ehapa Comic Collection, bevor die Reihe in Deutschland vorzeitig eingestellt wurde.

Im Rahmen einer Gesamtausgabe hat der avant-verlag erstmals auch eine deutsche Übersetzung der französischsprachigen Originalausgaben 17 bis 21 und zwei bisher nicht auf Deutsch erschienenen Kurzgeschichten veröffentlicht. Das Projekt beinhaltet fünf Sammelbände mit jeweils vier bzw. fünf Originalalben.

Die Reihe endete nach dem Tod des Zeichners der Alben, Antonio Hernández Palacios, der 2000 verstarb.

Alben

Nr.TitelJahrfrz. Originaltitel
1Die Legende von Alexis Mac Coy1974La Légende d’Alexis Mac Coy
2Der Schatz aus Mexiko1974/75Un nommé Mac Coy
3Eine Falle für Mac Coy1975Pièges pour Mac Coy
4Der Triumph von Mac Coy1976Le Triomphe de Mac Coy
5Wanted Mac Coy1977Wanted Mac Coy
6Das Geheimnis der weißen Dame1977La Mort blanche
7Die Skalp-Jäger1978Trafiquant de scalps
8Die Schlacht am Little Big Horn1980Little Big Horn
9Der Teufelscanon1981La Canyon du diable
10Aufstand in Durango1982Fiesta à Durango
11Der Sieger von Camerone1982/83Camerone
12Der Gesetzlose1984L'Outlaw
13Berge der Angst1986Les Collines de la peur
14Die Wüste der Wahnsinnigen1988Le Désert des fous
15Mescaleros Station1989Mescaleros station
16El Conquistador1990Le Fantômes de l'Espagnol
17Aufstand der Apachen1991Terreur apache
18Die geheimnisvolle Truhe1993La Malle aux sortilèges
19Der Brief aus Hualco1995La Lettre de Hualco
20Die verschwundene Patrouille1996Lointaine patrouille
21Auf der Suche nach Miss Kate1999Sur la piste de miss Kate

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Die großen Edelwestern bei Deutscher Comic Guide