Liste von Apple Macintosh-Modellen sortiert nach Prozessor-Typ:
Die Bezeichnung der einzelnen Modelle liefert Anhaltspunkte zur verbauten Hardware und zur Gehäuseform.
Dreistellige Nummern (z. B. LC 475) verweisen auf einen 68k-Prozessor, vierstellige Nummern (z. B. PPC 6100) auf einen PowerPC-Prozessor. Die jeweils erste Ziffer kennzeichnet die Bauform:
Die zweite Ziffer lässt Rückschlüsse auf die verwendete Hauptplatine und den Prozessor zu, die dritte Ziffer gibt Hinweise auf eventuell installierte Zusatzhardware.
Aus Software-Sicht kann das Modell ab System 6.0.4 aus dem Rückgabewert der Funktion gestaltMachineType ermittelt werden, das dem Benutzer auch als „Machine ID“ im System-Profiler angezeigt wird. So hat der Macintosh 128K und 512K den Typ (englisch Machine ID) 1, der Macintosh XL die ID 2 usw. Erst mit den „New World“-Macs ab 1997 ist die Gestalt-ID immer 406, obwohl es danach noch weitere „Old World“-Modelle gab, etwa die Power-Macintosh-G3-Desktop-Modelle mit Gestalt-Typ 510. Unter macOS (bis 2012 „Mac OS X“ und bis 2016 „OS X“) wurde die Funktion in das Carbon-Framework übernommen und bis Mac OS X Lion (10.7, 2011) unterstützt. Innerhalb der Blue Box, ursprünglich ein virtualisiertes Mac OS 8 unter Rhapsody (ab 1997), ist die „Machine ID“ mittels gestaltMachineType immer 1206.
Mit Einführung des G3 wurde bei Apple die Build-to-Order-Option eingeführt. Der Kunde konnte sich dabei sein Modell selbst zusammenstellen. Die alte Namenskonvention wurde zugunsten von Modellnummern und “Model Identifier” aufgegeben.
Die Modellnummer muss allerdings nicht eindeutig sein. Z. B. steht Modellnummer A1176 für alle Mac mini mit Intel-Core-Prozessor (die ersten Modelle nach der Umstellung von PowerPC- auf Intel-Prozessoren) von 2006 und 2007, verkauft bis 2009.
Ebenso ist der “Model Identifier”, übersetzt mit „Modell-Identifikation“, nicht eindeutig, beschreibt jedoch oft größere Unterschiede bei der Hardware. Z. B. steht “Model Identifier” Macmini1,1 für die Modelle mit Core-Solo/Core-Duo-Prozessor, während für das Nachfolgemodell mit Core-2-Duo-Prozessor Macmini2,1 verwendet wird.
Eine weitere Nummer, die zur Identifikation des Macintosh-Modells dienen kann, ist die “EMC Number”, wobei EMC für Electromagnetic Compatibility steht und die elektromagnetischen Eigenschaften des Gerätes im Bezug auf andere elektronische Geräte in dessen Nähe beschreiben soll. Z. B. ist bei allen Mac minis mit der Modellnummer A1176 die EMC-Nummer 2108. Bei anderen Modellen, z. B. den Power-Mac-G5-Modellen mit Modellnummer A1047, differiert die EMC-Nummer mit jeder Serie: alle Power Mac G5 von 2003 mit “Model Identifier” PowerMac7,2 weisen die EMC-Nummer 1969 auf, während jene von 2004 mit “Model Identifier” PowerMac7,3 die EMC-Nummer 1969C und jene von 2005 mit demselben “Model Identifier” PowerMac7,3 die EMC-Nummer 2061 tragen.
Mit diversen Programmen, etwa dem System-Profiler bzw. Systeminformation, kann neben der für jedes einzelne Gerät individuellen Seriennummer auch der “Model Identifier” ausgelesen werden, nicht jedoch die Modellnummer oder die EMC-Nummer. Auf den meisten Macintosh-Computern ist an einer unauffälligen Stelle ein Aufkleber angebracht, auf dem die Modellnummer, die EMC-Nummer sowie meistens die individuelle Build-to-Order-Konfiguration und oft auch die Seriennummer und die MAC-Adressen aufgedruckt sind.
Die jeweils leistungsstärksten 68k-Modelle ihrer Zeit, die vor allem im professionellen Bereich genutzt waren:
Der 68HC000 (hier explizit aufgeführt) ist ein 68000 mit reduziertem Energieverbrauch.
Der 68LC040 (hier explizit aufgeführt) ist ein 68040 ohne Gleitkommaeinheit.
Der von IBM und Motorola entwickelte PowerPC 600 wurde im Rahmen der Apple-IBM-Motorola-Allianz (AIM-Allianz) 1992 gestartet und war als PowerPC 601 ab 1993 verfügbar. Der Prozessor war für Personal Computer als 32-Bit-Einkernprozessor aus IBMs POWER-Serie hervorgegangen. Die Weiterentwicklung PowerPC 603 gilt als die zweite Generation und ist der direkte Vorgänger des PowerPC 750. Die Varianten PowerPC 604 und PowerPC 604e waren in der Gleitkommaeinheit beschleunigt und im L1-Cache vergrößert, sodass der 604 im direkten Vergleich zum 601 bei gleicher Taktung etwa eineinhalb Mal so schnell arbeitet.
Eine ab Version 7.1.2 in Mac OS integrierte transparente Emulation (nicht zu verwechseln mit Rosetta) macht m68k-Maschinencode auch auf darauffolgenden Mac OS-Versionen weiter ausführbar. In Mac OS X ist bis Version 10.4 die Classic-Umgebung integriert, so dass eine Vielzahl an Anwendungen, die ursprünglich für den Motorola 68000 geschrieben und übersetzt wurden, auf allen PowerPC-basierten Macs laufen.
Der von IBM und Motorola gemeinsam entwickelte PowerPC 750 sollte in der dritten Generation einige der Unzulänglichkeiten des Vorgängers PowerPC 600 aufheben. Er zeichnet sich durch in der damaligen Zeit im Vergleich sehr geringen Energieverbrauch bei etwa gleicher Leistung aus.
Der von Motorola entwickelte PowerPC 7400 entstammt der vierten Generation der Entwicklung. Die Neuerung gegenüber dem Vorgänger G3 ist vor allem dessen 128-Bit-Vektoreinheit AltiVec, die von Apple unter dem Namen “Velocity Engine” vermarktet wurde. Außerdem verwendet der G4 eine schnellere und mit 64-Bit doppelt so breite Gleitkommaeinheit, die aus dem PowerPC 604/604e der zweiten Generation abgeleitet wurde.
Der von IBM aus dem POWER4+ entwickelte PowerPC 970 stellt die fünfte Generation der Entwicklung dar. Die Neuerung gegenüber dem Vorgänger G4 von Motorola ist dessen 64-Bit-Architektur mit voller 32-Bit-Kompatibilität und der SIMD-Einheit VMX, das IBM-Äquivalent zu Motorolas AltiVec. Die verbesserte Variante 970FX erzeugt weniger Verlustleistung. Mit dem 970MP wurde der erste PowerPC-Doppelkernprozessor eingeführt.
Aufgrund seines relativ hohen Strombedarfs und des erforderlichen Kühlaufwands wurde der G5 nie in Notebooks verwendet.
Auf der WWDC 2005 kündigte Steve Jobs den Schwenk zu Intel-Prozessoren an. Bereits im Januar 2006 waren die ersten Intel-basierten Mac-Computer verfügbar. Wie schon bei der Umstellung von m68k- auf PowerPC-Prozessoren kümmert sich in den ersten drei Intel-Versionen von Mac OS X (Tiger 10.4, Leopard 10.5 und Snow Leopard 10.6) die transparente Software-Emulation Rosetta darum, dass für PowerPC-Macs geschriebene Programme auf Intel-Macs ausführbar bleiben.
Mit den Prozessoren der IA-32-Architektur ist es möglich, diverse x86-Betriebssysteme nativ auszuführen, sofern diese EFI unterstützen. Apple selbst erleichtert diese Möglichkeit durch das in macOS integrierte Programm Boot Camp für das Betriebssystem Windows. Einige der von Boot Camp unterstützten Versionen (Windows XP und 32-Bit-Versionen von Windows Vista und 7) sind selbst nicht EFI-kompatibel, weshalb Windows auf die BIOS-Emulation CSM angewiesen ist und von Boot Camp auch so eingerichtet wird. Zusätzlich werden von Apple für diese Windows-Betriebssysteme passende Treiber bereitgestellt, etwa für die Apple-spezifischen Tastaturen und Touchpads.
gestaltMachineType (406 decimal).“