Madaba

مأدبا
Madaba
Madaba (Jordanien)
Madaba (Jordanien)
Koordinaten 31° 43′ 0″ N, 35° 48′ 0″ OKoordinaten: 31° 43′ 0″ N, 35° 48′ 0″ O
Symbole
Wappen
Wappen
Basisdaten
Staat Jordanien
Gouvernement Madaba
Höhe 763 m
Fläche 39,4 km²
Einwohner 70.338 (2004)
Dichte 1.785,2 Ew./km²
Gründung 1921
Postleitzahl 17110
Website madaba.gov.jo
Politik
Bürgermeister Arif Rawajeeh

Madaba (moabitisch מהדבא, „Wasser der Ruhe“; arabisch مأدبا, DMG Maʾdabā) ist eine Stadt in Jordanien mit 70.338 Einwohnern (Volkszählung 2004). Sie liegt rund 35 Kilometer südlich von Amman.

Geschichte

Die von den Moabitern gegründete Stadt wird in der Bibel mehrfach erwähnt (u. a. Num 21,30 EU, Jos 13,9-16 EU). Sie gehörte demnach zum Territorium des Stammes Ruben.

Im 1. Jahrhundert v. Chr. kam die Stadt unter nabatäische Herrschaft, ab 106 n. Chr. war sie Teil der römischen Provinz Arabia. Im 4. Jahrhundert war die Stadt Bischofssitz, 614 wurde sie von den Persern erobert. 746 zerstörte ein Erdbeben die Stadt, die daraufhin von den Bewohnern aufgegeben wurde und verödete. 1880 wurde sie von Christen wiederbesiedelt, wobei unter Schutt alte Mosaiken gefunden wurden. 1897 gab es noch Reste von 10 Kirchen, die aber bereits in Wohnhäuser integriert waren.

Jerusalem auf der Mosaikkarte von Madaba

Im Ort wurden seit Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche Kirchen und Häuser mit gut erhaltenen Mosaiken freigelegt. Als besonders bedeutend gilt die Mosaikkarte von Madaba, eine Landkarte Palästinas aus dem 6. Jahrhundert.

An Originalstandorten wurden zunächst ein archäologischer Park und 1978 ein Museum errichtet, das auch andere archäologische Funde präsentiert. Außerdem gibt es im Museum eine völkerkundliche Abteilung.

Kirchen

Die heute etwa 15.000 christlichen Einwohner der Stadt unterhalten drei Kirchen:

Bildung

Palmenallee auf dem Campus der Deutsch-Jordanischen Universität (GJU) mit Palmen und Willkommensbanner
Campus der Deutsch-Jordanischen Universität (GJU)

Madaba ist Sitz der American University of Madaba (AUM) und des neuen Campus der German-Jordanian University (GJU).

Literatur

Commons: Madaba – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Klaus Beyer: Die Sprache der moabitischen Königsinschriften. In: Kleine Untersuchungen zur Sprache des Alten Testaments und seiner Umwelt 11 (2010), S. 5–41, hier S. 13f.
  2. ↑ Homepage des Archäologischen Museums Madaba, abgerufen am 9. Februar 2021.
  3. ↑ 1967 von Rom anerkannt (Memento des Originals vom 3. Mai 2017 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.