| Madagapotamon humberti | ||||||||||||
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Madagapotamon humberti | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name der Gattung | ||||||||||||
| Madagapotamon | ||||||||||||
| Bott, 1965 | ||||||||||||
| Wissenschaftlicher Name der Art | ||||||||||||
| Madagapotamon humberti | ||||||||||||
| Bott, 1965 |
Madagapotamon humberti ist eine Art der Krabben-Familie Deckeniidae und einziger Vertreter der Gattung Madagapotamon. Es handelt sich um Süßwasserkrabben, die ausschließlich im Norden Madagaskars, in den Wäldern Ankaras und Analameras vorkommen und sich in Felsspalten und Höhlen aufhalten. Mit ihren langen blassen Beinen gehört sie zu den auffälligsten Krabbenarten der Insel.
Der Carapax ist bis zu 33 mm breit, herzförmig, länglich und im vorderen Bereich sehr breit und hinten stark schmaler werdend. Stirn- und Hinterrand sind sehr schmal. Zwischen epigastrischem und postorbitalem Kamm gibt es eine deutliche Lücke, letztere reicht nicht bis zum Seitenrand. Die Furchen im Carapax sind sehr undeutlich, die Oberfläche ist glatt. Die Stirn ist eingedrückt, stark abwärts gebogen und verläuft nahezu vertikal. Der Exorbitalzahn ist groß und spitz, der kleinere Epibranchialzahn zugespitzt. Der vordere Seitenrand ist hinter dem Epibranchialzahn mit vier oder fünf mehr spitzen Zähnen bewehrt. Der vordere Seitenrand geht ohne Grenze in den hinteren über. Die Seitenwand des Carapax weist eine Vertikalfurche auf, die von der Basis des Epibranchialzahns ausgeht und die Unteraugen- von der Leberregion abgrenzt. Die Palpe der Mandibel ist zweigliedrig, ihr Ende ohne Fortsatz. Der Exopodit des dritten Maxillipeden ist kurz und reicht nur bis zum Übergang Ischium/Merus, die Geißel ist extrem reduziert und stummelartig, was sie von allen anderen Potamoidea Madagaskars unterscheidet. Das Ischium ist glatt, die Vertikalfurche ist sehr flach.
Merus, Carpus, Propodus und Dactylus (siehe Spaltbein) der Schreitbeine sind sehr lang und schlank. Der bewegliche Finger der Schere ist schmal, sein Unterrand glatt, der Unterrand des Propodus ist leicht eingedellt. Die Scherenfinger weisen eine Reihe kleiner Zähne auf, die in drei mittelgroße Zähnen eingreifen. Beim Scherenschluss verbleibt ein langer Zwischenraum. Der Hinterleib der Männchen ist eiförmig, ebenfalls ein einzigartiges Merkmal unter den Potamoidea Madagaskars. Der sechste Somit ist kurz, die Seitenränder der Segmente 2 bis 7 deutlich konvex und das Telson ist kuppelartig und abgerundet.
Das Endglied des ersten Gonopodiums ist gerade und röhrenartig und mit breiter Spitze. Das Längenverhältnis zwischen End- und vorletztem Glied beträgt 0,25. Die Längsrinne am Endglied ist bauchseitig und von der Oberseite gut sichtbar. Die außen- und innenseitigen Falten auf der Bauchseite des Endglieds haben die gleiche Höhe, die innenseitige überlappt die äußere. Das Subterminalglied weist eine schulterartige seitliche Projektion auf. Die seitliche Falte an der Bauchseite des vorletzten Segments erreicht nicht die Segmentbasis, so dass die Öffnung zur Kammer für das zweite Gonopodium zwischen erstem und zweiten Drittel liegt. Die Naht am Übergang zwischen beiden Abschnitten des ersten Gonopodium ist rücken- und bauchseitig sichtbar, rückenseitig befindet sich eine Membran an dieser Stelle. Das zweite Gonopodium ist länger als das erste. Sein Endglied trägt eine kurze Geißel, das Längenverhältnis aus letztem und ersten Glied beträgt 0,5.