| Madeirabuchfink | ||||||||||||
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Madeirabuchfink (Fringilla maderensis), Männchen | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Fringilla maderensis | ||||||||||||
| Sharpe, 1888 |

Der Madeirabuchfink (Fringilla maderensis) ist eine endemisch auf Madeira vorkommende Singvogelart aus der Gattung der Edelfinken (Fringilla).
Der Madeirabuchfink galt lange Zeit ebenso wie der Maghrebbuchfink (Fringilla spodiogenys), der Kanarenbuchfink (Fringilla canariensis) und der Azorenbuchfink (Fringilla moreletti) als Unterart des Buchfinken (Fringilla coelebs). Mehrjährige Untersuchungen ergaben jedoch genetische, morphologische und stimmliche Unterschiede zwischen diesen Taxa. Diese Untersuchungen führten schließlich zur Anerkennung jedes dieser Taxa als eigenständige Art.
Madeirabuchfinken erreichen eine Körperlänge von 13 bis 14 Zentimetern und ein Gewicht von 18 bis 25 Gramm. Bei den Geschlechtern besteht ein deutlicher Sexualdimorphismus. Unabhängig vom Geschlecht weisen die Vögel einen auffallenden weißen Schulterfleck und eine weiße Flügelbinde auf. Bei den Männchen sind die Körperunterseite und das Gesicht bräunlich rosa bis hell rotbraun. Der Oberkopf, der Nacken und die Halsseiten sind grau bis graublau. Die Stirn ist schwarz, der Schulterbereich gelblich, der Rücken graublau. Arm- und Handschwingen sowie die Schwanzfedern sind dunkelbraun und sehr dünn gelbbraun gesäumt. Die Grundfarbe der zeichnungsarmen Weibchen ist auf der Körperoberseite graubraun, auf der Körperunterseite etwas heller. Der kräftige kegelförmige Schnabel ist bei beiden Geschlechtern grau, die Iris schwarz, Beine und Füße sind rosa grau.
Der Madeirabuchfink kommt ausschließlich auf Madeira vor. Er bevorzugt üppige Wälder und kommt in begrenztem Umfang auch in der Nähe menschlicher Siedlungen vor.
Die Hauptnahrung der Madeirabuchfinken setzt sich aus einer Vielzahl an Samen zusammen. Im Frühling und Sommer machen Insekten wie Raupen und Käfer sowie Spinnen einen wichtigen Teil seiner Nahrung aus. Wenn im Herbst und Winter das Insektenangebot abnimmt, verlagert sich die Nahrung zunehmend auf Samen und Körner.
Madeirabuchfinken bevorzugen Nistplätze in dichten Wäldern oder üppigen Gärten. Für ihre napfförmigen Nester verwenden sie Zweige, Gras und Moos. Pro Brutzyklus legt das Weibchen in der Regel drei bis fünf hellblaue, braun gesprenkelte Eier. Das Weibchen bebrütet die Eier etwa 12 bis 14 Tage lang, wobei das Männchen sie mit Futter unterstützt. Nach dem Schlüpfen füttern beide Eltern die Küken mit einer insekten- und samenreichen Kost. Die Jungvögel werden innerhalb von zwei Wochen flügge, sind danach noch kurze Zeit von ihren Eltern abhängig und erlernen wichtige Überlebensfertigkeiten.