Magischer Graph
Magische Graphen sind in der Graphentheorie eine Graphenklasse mit speziellen Bewertungen von Ecken und Kanten. Das Gewicht einer Kante ist dabei gleich der Summe der Bewertungen der Anfangs-, Endecke und der Kante selbst. Sind alle Kantengewichte gleich, redet man von einem kantenmagischen Graphen. Das Gewicht einer Ecke ergibt sich als Summe der Eckenbewertung und der Bewertung jeder dort beginnenden Kante. Sind alle Eckengewichte gleich, so redet man von eckenmagischen Graphen. Graphen, die sowohl ecken- als auch kantenmagisch sind, werden total magische Graphen genannt.
Eckenmagische Graphen
Sei
ein endlicher einfacher ungerichteter Graph mit einer totalen Bewertung
.
bzw.
sind ecken-magisch, wenn
eine Eckenkonstante
existiert, so dass für jede Ecke
gilt:
(Eckengewicht)
Gewicht einer Ecke ergibt sich als Summe der Eckenbewertung und der Bewertung jeder dort beginnenden Kante.
Kantenmagische Graphen
Sei
ein endlicher einfacher ungerichteter Graph mit einer totalen Bewertung
.
bzw.
sind kanten-magisch, wenn
eine Kantenkonstante
existiert, so dass für jede Kante
gilt:
(Kantengewicht)
Man gewichtet eine Kante mit der Summe der Bewertungen der Anfangs- und Endecke und der Kante selbst.
Total magische Graphen
Sei
ein endlicher einfacher ungerichteter Graph mit einer totalen Bewertung
.
bzw.
sind total magisch, wenn
eine Eckenkonstante
und eine Kantenkonstante
existiert, so dass
bzw.
sowohl ecken- als auch kantenmagisch ist.
Beispiele
- Der triviale Graph
(Graph mit einer Ecke und keiner Kante) ist total magisch mit der Eckenkonstante
. Die Kantenkonstante ist diskutabel.
- Der Kreisgraph
(Dreieck) ist total magisch.
- Der lineare Graph
ist total magisch.
und
sind die einzigen total magischen Sterne.
- Der Graph
ist total magisch.
Literatur
- Alison M. Marr, W. D. Wallis: Magic Graphs. 2. Auflage. Springer, 2012, ISBN 978-0-8176-8391-7.
- A. Kotzig, A. Rosa: Magic valuations of finite graphs. In: Canad. Math. Bull., 13, 1970, S. 451–461