Maichingen Stadt Sindelfingen | |
|---|---|
| Koordinaten: | 48° 43′ N, 8° 58′ O |
| Höhe: | 460 m ü. NN |
| Fläche: | 7,44 km² |
| Einwohner: | 14.071 (31. Dez. 2025) |
| Bevölkerungsdichte: | 1.891 Einwohner/km² |
| Eingemeindung: | 1. Dezember 1971 |
| Postleitzahl: | 71069 |
| Vorwahl: | 07031 |
Maichingen ist ein Stadtteil von Sindelfingen mit über 14.000 Einwohnern.
Maichingen liegt rund drei Kilometer nordwestlich von Sindelfingen.
Benachbarte Orte sind: Magstadt (nördlich), Schafhausen (westlich) – heute Stadtteil von Weil der Stadt, Döffingen (südwestlich) – heute Stadtteil von Grafenau und Darmsheim (südwestlich) – heute ebenfalls Stadtteil von Sindelfingen.


Erste Siedlungsspuren auf dem Gebiet Maichingens datieren aus dem 4. Jahrtausend v. Chr., als eine jungsteinzeitliche Siedlung im Bereich des heutigen Wohngebiets „Sträuble-Propstei“ bestand. Rund 4000 Jahre jünger ist ein Römischer Gutshof im Bereich ebendieser steinzeitlichen Siedlung, der aus dem zweiten nachchristlichen Jahrhundert stammt. Von alemannischer Siedlungstätigkeit zeugt ein auf das 6. Jahrhundert datiertes Reihengräberfeld im Bereich der alten Kirche. Im Jahre 830 schenkte der Adlige Erlafried (siehe Grafen von Calw) dem Kloster Hirsau Güter im Gebiet des späteren Maichingen.
Die urkundliche Ersterwähnung des Ortes stammt von 1075. In einer Urkunde bestätigt König Heinrich IV. dem Kloster Hirsau unter anderem auch den Güterbesitz in Maichingen, das damals den Namen Mouchingen trug. Maichingen wechselte danach mehrfach den Besitzer und gehörte zeitweise dem Kloster Hirsau, den Pfalzgrafen von Tübingen, den Herren von Maichingen und denen von Rohr. Im Laufe der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erwarb das Haus Württemberg den Ort. Maichingen wurde dem Oberamt Böblingen zugeordnet. Im Jahre 1850 hatte Maichingen 1129 evangelische und einen katholischen Einwohner, die in 147 Haupt- und 127 Nebengebäuden lebten und arbeiteten.
Am 1. Dezember 1971 wurde Maichingen nach Sindelfingen eingemeindet. Fünf Jahre später erfolgte die Fertigstellung des Gartenhallenbades. 1981 wurde das Bürgerhaus fertiggestellt. 2025 beging Maichingen sein 950-jähriges Jubiläum mit einem Jubiläumsjahr.
Der Ortschaftsrat von Maichingen hat 17 Mitglieder. Vorsitzender des Ortschaftsrats ist der Ortsvorsteher. Die Ortschaftsräte sind zu wichtigen, die Ortschaft betreffenden Angelegenheiten, zu hören.
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2024 |
Sitze 2024 |
% 2019 |
Sitze 2019 |
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|---|---|---|---|---|---|---|
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 35,47 | 6 | 35,19 | 7 | |
| FWS | Freie Wähler Sindelfingen | 25,06 | 5 | 27,69 | 5 | |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 17,47 | 3 | 25,72 | 3 | |
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 13,91 | 2 | 11,41 | 2 | |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 8,09 | 1 | 0,0 | 0 | |
| gesamt | 100,0 | 17 | 100,0 | 17 | ||
| Wahlbeteiligung | 56,91 % | 56,17 % | ||||

Bedeutende Vereine in Maichingen:
In Maichingen gibt es zahlreiche regelmäßige Veranstaltungen. Besonders hervorzuheben sind:
Bedeutende Unternehmen in Maichingen:
In Maichingen gibt es eine Grund- und Gemeinschaftsschule, die Johannes-Widmann-Schule und die privat betriebene Kolping-Realschule. Unmittelbar südöstlich von Maichingen, schon auf Sindelfinger Gemarkung, befindet sich das Gymnasium Unterrieden.
Städtische Kindertagesstätten: Allmendäcker, Kleines Zelgle, Grünäcker
Freie Träger: Kath. Kinderhaus St. Martin, Ev. Kindergarten Stephanus, „Altes Schulhaus“, Laurentius, Jakobus (Landhaussiedlung)

Entlang der L1185, der Straße nach Sindelfingen existiert seit Mitte der 1960er Jahre ein kombinierter Rad- und Fußweg, welcher mit einem Grünstreifen von dieser abgetrennt ist.
Die als Kraftfahrstraße ausgebaute Bundesstraße 464 führt westlich des Orts in nord-südlicher Richtung über Maichinger Gemarkung. Es besteht eine Anschlussstelle zur Kreisstraße 1064. Die Nachbarorte Stuttgart, Sindelfingen, Grafenau und Magstadt sind über Gemeinde-, Landes- oder Kreisstraßen erreichbar.
Maichingen wird durch eine Reihe von Buslinien des Verkehrs- und Tarifverbundes Stuttgart erschlossen. Mit den Linien 704 und 715 besteht eine direkte Verbindung zum Busbahnhof Sindelfingen. Weiterhin bestehen Verbindungen mit der Linie 745 nach Magstadt, mit der Linie 748 zur Station Stuttgart Universität (S1, S2, S3) und mit der Linie 749 nach Ostelsheim. Darüber hinaus verkehren in Maichingen noch die Buslinien 718, 722 und N73. Durch Maichingen verläuft die Rankbachbahn Böblingen–Renningen, die 2010 als S60 für den Personenverkehr reaktiviert wurde. Dafür wurden zwei neue Haltepunkte – Maichingen und Maichingen Nord – gebaut. Am 14. Juni 2010 wurde der S-Bahn-Betrieb zwischen Böblingen und Maichingen aufgenommen. Die Fahrpläne der Buslinien 704, 715, 745, 748 und 749 sind auf den Fahrplan der S-Bahn abgestimmt. Der Haltepunkt Maichingen Nord ging mit Fertigstellung der Gesamtbaumaßnahmen der S60 zum Winterfahrplan 2012/2013 am 9. Dezember 2012 in Betrieb.