| Mainalo | ||
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| Wald auf dem Mainalo | ||
| Höchster Gipfel | Ostrakina (1981 m) | |
| Lage | Griechenland | |
| Koordinaten | 37° 40′ N, 22° 13′ O | |
Das Mainalo Gebirge (griechisch Μαίναλο) liegt in Arkadien auf dem Peloponnes. Sein höchster Gipfel ist mit 1981 Metern der Ostrakina, auf dem es auch ein Skigebiet gibt.
Der Name „Mainalo“ soll aus dem in der Antike geprägten Begriff „heilige Manie“ (ιερή μανία) abgeleitet worden sein, um auszudrücken, dass heilige Raserei durch die unberührte, wilde und mythische Natur hervorgerufen werden kann.
Das Mainalo Gebirge hat eine weit zurückreichende Geschichte. In der Antike entstanden dort bzw. in unmittelbarer Nähe die Orte Orchomenos, Matineia, Ypsous (heute Stemnitsa) und Tegea. Damals wurde in diesem Gebiet der Hirtengott Pan veehrt. Dessen Heimat soll sich im Mainalo befunden haben. Mainalo wurde auch von dem griechischen Geographen Pausanias im Teil Arkadika (Ἀρκαδικά) in seiner Beschreibung von Griechenland (Ελλάδος Περιήγησης) erwähnt.
Während des Griechischen Freiheitskampfes gegen die Osmanen (1821) kam dem Gebirge wegen seiner wilden Landschaft, die den Revolutionären Schutz bot, große Bedeutung zu. Im Dorf Dimitsana wurde in einer Wassermühle Schießpulver hergestellt, das die Aufständigen für ihren Kampf benötigten. Heute ist dort ein Wasserkraftmuseum (Υπαίθριο Μουσείο Υδροκίνησης Δημητσάνας).
Das Mainalo Gebirge liegt im Nordwesten der Stadt Tripoli in Arkadien. Über 50 Gipfel des Mainalo sind höher als 1500 Meter, zu den höchsten zählen Ostrakina (1981 m), Sfendami (1882 m), Tzelati (1870 m) und Aintinis (1849 m). Im Mainalo befinden sich steinerne Brücken, alte Klöster, Wanderwege, Wassermühlen und mittelalterliche Burgreste. Die Dörfer Magouliana (1365 m) und Alonistaina (1220 m) sind die am höchsten gelegenen Dörfer.
Die Bergzone wird zu 80 % von der Griechischen Tanne und Schwarzkieferwäldern bedeckt. In tieferen Lagen gibt es Bestände anderer Kieferarten, und Zedern. Weiden und Platanen wachsen in der unmittelbaren Nähe von Flüssen. Unter den Pflanzen gibt es 60 Arten, die in Griechenland endemisch. Zehn dieser Arten sind auf dem Peloponnes endemisch.
Es wurden 110 Vogelarten auf dem Mainalo Gebirge und sechs Amphibienarten gezählt. Deshalb wurde das Gebirge unter dem griechischen Namen Oros Mainalo als Natura 2000 Schutzgebiet mit der Registriernummer GR2520001 ausgewiesen. Das geschützte Gebiet umfasst eine Fläche von 22.639,4 Hektar. Hier leben die Griechische Landschildrkröte, die Breitrandschildkröte, die Leopardnatter und die Schmetterlingart Russischer Bär sowie die Griechische Spitzkopfeidechse und die Peloponnes-Mauereidechse, die beide auf dem Peloponnes endemisch sind.
Das Waldgebiet Mainalo erhielt 2005 als erstes griechisches Waldgebiet eine Zertifizierung der internationalen Organisation für Waldzertifizierung der Forest Stewardship Council für gute Bewirtschaftung, die den Erhalt der biologischen Vielfalt, der Produktivität und der Regenerationsfähigkeit des Waldes gewährleistet.
Bei einem großen Waldbrand im Jahr 2011 wurden Teile des Tannenwaldes vernichtet.
2023 zählte das Mainalo Gebirge zu den streng geschützten „unberührten Bergen“. Es handelt sich hierbei um straßenfreie Gebiete. Ziel dieser Initiative ist es, die natürliche Landschaft frei von menschlichen Eingriffen zu erhalten, um Ökosysteme und die Artenvielfalt zu schützen. In den „unberührten Bergen“ sind sowohl der Bau neuer Straßen als auch die natürliche Umwelt verändernde, technische oder menschliche Eingriff verboten.

Die Länge aller im Mainalo Gebirge vorhandenen Wanderwege beläuft sich auf ca. 600 Kilometer. Unter anderem führen auch zwei Teile des Europäischen Wanderwegs E4 sowie drei Teile des nationalen Wanderwegs 032 durch den Mainalo. Der 75 Kilometer lange Wanderweg „Menalontrail“ verbindet 9 Bergdörfer miteinander.
Auf dem Gipfel Ostrakina befindet sich das Skizentrum Mainalo, das im Winter betrieben wird und in einer Höhe zwischen 1550 und 1770 Metern über 8 Pisten verfügt. Es wurde 1965 gegründet und ist eins der ältesten Skizentren Griechenlands. Darüber hinaus bieten die Flüsse Lousios und Alfios Rafting und Kanu-Kayak Möglichkeiten.
Beliebte Reiseziele sind die Orte Vytina, Dimitsana und Stemnitsa.