| Parodia | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Parodia | ||||||||||||
| Speg. |
Parodia ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Der botanische Name der Gattung ehrt den aus Italien stammenden Apotheker und Botaniker Domingo Parodi (1823–1890).
Die Arten der Gattung Parodia bleiben niedrig und wachsen einzeln oder in Gruppen mit meist kleinen, kugelförmigen bis kurz zylindrischen Trieben. Auf den etwas gehöckerten oder vollständig in Höcker aufgelösten Rippen sitzen Areolen, die im juvenilen Stadium oft dicht bewollt sind. Die wenigen bis zahlreichen Dornen sind unterschiedlich geformt und gefärbt. Sie können gehakt sein.
Die trichter- bis glockenförmigen, leuchtend gefärbten Blüten erscheinen in der Nähe der Triebspitzen und öffnen sich am Tag. Ihr Perikarpell und die Blütenröhre sind oft mit Haaren und Borsten besetzt, wobei die Borsten häufig auf die oberen Abschnitte der Röhre beschränkt sind. Die Narben sind oft auffällig rot.
Die kugel- bis keulenförmigen oder zylindrischen Früchte sind trocken oder fast trocken und mit Wolle oder Borsten besetzt. Dünnwandige Früchte zerfallen an der Basis, dickwandige reißen an der Seite auf. Sie enthalten rötlich braune bis schwarze Samen unterschiedlicher Form. Das Hilum ist groß, ein Samenanhängsel (Strophiola) kann vorhanden sein oder fehlen.
Die Gattung Parodia ist im Wesentlichen östlich der Anden in Bolivien, Paraguay, Uruguay, Argentinien und Süd-Brasilien verbreitet.
Die Erstbeschreibung wurde 1923 vom italienisch-argentinischen Botaniker Carlos Luis Spegazzini veröffentlicht. Ihre Typusart ist Echinocactus microspermus.
Die Gattung umfasst folgenden Arten:
Synonyme der Gattung sind Malacocarpus Salm-Dyck (1850), Echinocactus subg. Notocactus K.Schum. (1898), Notocactus (K.Schum.) Frič (1928), Hickenia Britton & Rose (1922, nom. illeg.), Neohickenia Frič (1928, nom. illeg.), Microspermia Frič (1929, nom. illeg.), Brasilocactus Frič ex Kreuz. (1935), Acanthocephala Backeb. (1938), Eriocephala Backeb. (1938), Eriocactus Backeb. (1942, nom. illeg.), Brasilicactus Backeb. (1942, nom. illeg.), Chrysocactus Y.Itô (1950), Dactylanthocactus Y.Itô (1957), Sericocactus Y.Itô (1957), Wigginsia D.M.Porter (1964), Brasiliparodia F.Ritter (1979), Peronocactus Doweld (1999, nom. illeg.), Ritterocactus Doweld (1999) und Bolivicactus Doweld (2000).
Die Gattung Parodia kann gemäß Reto Nyffeler in drei Untergattungen unterschieden werden:
Anatomische und morphologische Arbeiten von David Richard Hunt und Mitarbeitern sowie Reto Nyffeler führten zur Eingliederung der Gattungen Brasilicactus, Brasiliparodia, Eriocactus, Notocactus und Wigginsia in die Gattung Parodia. Diese Untersuchungen legten ebenfalls die Einbeziehung der Gattungen Blossfeldia und Frailea nahe. Die Gattung Parodia sensu lato ist in diesem Umfang monophyletisch, die vorgeschlagenen Untergattungen sind es jedoch nicht.
Zur Gattung gehören die folgenden Arten:
Synonyme der Gattung sind Malacocarpus Salm-Dyck(1850, nom. illeg. ICBN-Artikel 53.1), Hickenia Britton & Rose (1922, nom. illeg. ICBN-Artikel 53.1), Notocactus (K.Schum.) Frič (1928), Brasilocactus Frič (1935, nom. illeg. ICBN-Artikel 53.1), Microspermia Frič (1935, nom. illeg. ICBN-Artikel 53.1), Neohickenia Frič (1935, nom. illeg. ICBN-Artikel 53.1), Acanthocephala Backeb. (1938), Eriocephala Backeb. (1938), Brasilicactus Backeb. (1942, nom. illeg. ICBN-Artikel 52.1?), Eriocactus Backeb. (1942, nom. illeg. ICBN-Artikel 52.1), Dactylanthocactus Y.Itô (1957, nom. illeg. ICBN-Artikel 52.1), Sericocactus Y.Itô (1957), Wigginsia D.M.Porter (1964), Brasiliparodia F.Ritter (1979), Aparadoa Vliet (1986, nom. inval. ICBN-Artikel 36.1, 37.1), Peronocactus Doweld (1999, nom. inval. ICBN-Artikel 52.2b), Ritterocactus Doweld (1999) und Bolivicactus Doweld (2000).