| Maligrad | ||
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| Gewässer | Prespasee | |
| Geographische Lage | 40° 47′ 31,2″ N, 20° 55′ 58,8″ O | |
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| Fläche | 5 ha | |
| Höchste Erhebung | 31 m (über Seeniveau) 860 m | |
| Einwohner | unbewohnt | |
Maligrad (albanisch auch Maligradi) ist eine unbewohnte albanische Insel im Prespasee.
Der Name ist slawisch und bedeutet „Kleine Stadt“, im Gegensatz zur etwas größeren Insel Golem Grad neun Kilometer nordöstlich im nordmazedonischen Teil des Sees.
Die Insel liegt im südlichen Teil des Prespasees. Sie misst an der längsten Stelle ca. 520 Meter und hat eine Breite von bis zu ca. 250 Metern. Nach Nordosten läuft die Insel in einem flachen, über 150 Meter langen Streifen aus, so dass die Insel die Form eines langgestreckten Tropfens hat.
Die Insel besteht aus Kalk. Im Zentrum der Insel erhebt sich ein Berg, der eine Höhe von 881 m ü. A. erreicht – also 31 Meter über dem mittleren Seespiegel.
Maligrad ist als Naturdenkmal ein offizielles Naturschutzgebiet Albaniens. Sie gehört zudem zum Nationalpark Prespa.
Auf der Insel finden Vögel ein Rückzugsgebiet. Bodenbrütende Vögel haben Nester auf dem unbewohnte Eiland. Krauskopfpelikane und Zwergscharben nutzen die Gewässer rund um die Insel. Es leben Ägäische Mauereidechsen, Mauereidechsen und Taurische Eidechsen auf Maligrad.
Auf dem flachen Plateau des Berges beweisen archäologische Funde, dass die Insel seit der Bronzezeit besiedelt worden war. Unter anderem wurde ein spätantikes Gräberfeld entdeckt.
Eine Höhle im Süden der Insel enthält eine kleine orthodoxe Marienkapelle (Kisha e Shën Mërisë). Der Giebeldachbau ist fünf Meter lang und knapp über drei Meter breit. Die Kapelle enthält bedeutende Fresken, die 1369 von Kesar Novak, einem serbischen Adligen, in Auftrag gegeben wurde. Sie zeigen seine Familie sowie griechische Inschriften. Die Maler stammten aus Kastoria, wo sie die dortige Schule besucht hatten. Ein Vorgängerbau wurde damals von Novak erneuert und vergrößert.
Auf dem Berg fanden Archäologen die Ruinen einer weiteren Kirche.
Die Kirche steht seit 1963 unter Denkmalschutz. 2020 wurde sie restauriert. Fischer aus den Dörfer Pustec und Zaroshka bringen Besucher zur Insel. Die Besichtigung der Insel sollte aus Rücksicht auf die Natur aber auf das Gebiet bei der Höhle beschränkt werden. Die Ausgrabungsstätte ist für Besucher nicht zugänglich.