Malin Kraus

Malin Kraus (bürgerlich: Malin Victoria Kraus) (* 2000 in Paderborn) ist eine deutsche Regisseurin, Journalistin, Herausgeberin und Literaturwissenschaftlerin.

Leben

Studium

Nach ihrem Abitur in Paderborn studierte Kraus von 2018 bis 2021 Deutsche Literatur und Linguistik an der Sprach- und Literaturwissenschaftlichen Fakultät der Humboldt-Universität. Anschließend studierte sie von 2021 bis 2024 Deutsche Literatur im Master, wieder an der Humboldt-Universität zu Berlin (Schwerpunkt auf Gegenwartsdramatik und Zeitlichkeit). Während dieser Zeit publizierte sie auf dem Fontane-Blog und dessen Podcast. Gegenwärtig promoviert Kraus bei Claudia Stockinger an der Humboldt-Universität zu Berlin zum Thema „Zeitlichkeit in der Gegenwartsdramatik – Vorkommen, Formen, Funktionen und Effekte“.

Theater

Erste Theatererfahrungen sammelte Kraus während ihrer Zeit als Werkstudentin bei den Mülheimer Theatertagen (2022) und als Freie Regieassistentin am Schauspielhaus Hamburg (2023). Von 2022 bis 2025 wirkte sie als Regieassistentin am Münchener Volkstheater. In dieser Zeit assistierte u. a. Stefan Kaegi, Lucia Bihler und Christine Umpfenbach. 2024 war sie überdies als freie Regisseurin an der Studiobühne in München und im Pathos München.

Ihr Regiedebüt gab Malin Kraus mit „Die Häuslichen“ – einem Kooperationsprojekt zwischen dem Lesi Theater in Lwiw (Ukraine) und ihr, dessen deutsche UA am Münchener Volkstheater stattfindet. Unterstützt wurde das Projekt u. a. durch das Goethe Institut Ukraine und die Stadt Frankfurt am Main.

Zusammen mit der Regisseurin Patricia Stövesand gründete sie das „ruhelos.kollektiv“. Mit ihr realisierte sie 2024 die vom Berliner Senat geförderte Gesprächsreihe „Von der Seitenbühne – Sprechen über (Um-) Brüche im Literatur- und Theaterbetrieb“.

Journalismus

Von 2022 bis 2023 war Kraus Chefredakteurin des Studierendenmagazins UnAufgefordert. Gemeinsam mit der damaligen Redaktion legte Kraus Wert auf eine umfassende studentische Kulturberichterstattung. In diesem Rahmen war sie selber als Kritikerin tätig (Kulturkolumne „Drama Baby“).

Als Kulturjournalistin ist Kraus u. a. für die Zeitung Der Freitag und für das Theatermagazin „junge Bühne“ tätig. Gelegentlich publiziert sie auch zusammen mit den Journalisten Leonard Hennersdorf und Johann Stephanowitz. Seit 2026 läuft ihre Kolumne „Wie ich Regisseurin wurde“ bei der jungen Bühne, in der sie über den Beruf der Regisseurin schreibt.

Zusammen mit Rahel Bueb ist Kraus seit 2024 Herausgeberin des Magazins DISPUT, das in Berlin und Basel herausgegeben wird. Das Magazin widmet sich sozialkritischen Diskursschwerpunkten, wie Macht oder Klassismus.

Lehre

Im Sommersemester 2026 hält Malin Kraus an der Humboldt-Universität zu Berlin das Seminar „Recht erzählen – Recht verhandeln: Dramatik als Spiegel gesellschaftlicher Ordnungen“.

Privat

Kraus lebt in Berlin und München.

Werke (Auswahl)

Regiearbeiten

Regieassistenzen (ausgewählt)

Einzelnachweise

  1. 1 2 über mich. In: malinvictoriakraus.com. Abgerufen am 22. Januar 2026.
  2. ↑ Malin Kraus. In: n-ost.org. Abgerufen am 22. Januar 2026 (englisch).
  3. ↑ Malin Kraus: Unmittelbare Empfindungen – Zu Fontanes Theaterkritiken und aktuellen Inszenierungen. In: theodorfontane.de. 16. Dezember 2021, abgerufen am 22. Januar 2026.
  4. ↑ Promotionen. In: literatur.hu-berlin.de. Abgerufen am 22. Januar 2026.
  5. ↑ Thema: Wo beginnt Feministische Utopie? In: die-junge-buehne.de. Abgerufen am 22. Januar 2026.
  6. ↑ tm: #lettretalks: Von der Seitenbühne - Interview mit Patricia Stövesand und Malin Kraus vom ruhelos.kollektiv. In: Lettrétage. 13. Februar 2024, abgerufen am 22. Januar 2026.
  7. ↑ Portfolio. In: ruheloskollektiv.de. Abgerufen am 22. Januar 2026.
  8. ↑ Malin Kraus: Malin Kraus. In: unauf.de. 1. Februar 2024, abgerufen am 22. Januar 2026.
  9. ↑ Leonard Hennersdorf, Malin Kraus, Johann Stephanowitz: Flucht in der Ukraine: „Gott sei Dank sind wir am Leben“. In: morgenpost.de. 1. Dezember 2024, abgerufen am 22. Januar 2026.
  10. ↑ Malin Kraus: KOLUMNE: TRÄUMEN NACHJAGEN. In: die-junge-buehne.de. 2. Februar 2026, abgerufen am 20. Februar 2026.
  11. ↑ Humboldt-Universität zu Berlin - Seminar: Recht erzählen – Recht verhandeln: Dramatik als Spiegel gesellschaftlicher Ordnungen. In: hu-berlin.de. Abgerufen am 13. Juni 2026.
  12. ↑ Das weiße Dorf - Zwei Männer. Ein Schiff. Ein Wiedersehen. In: Pasinger Fabrik. 21. Januar 2026, abgerufen am 18. Februar 2026.
  13. ↑ Malin Kraus: Latexstudien I-IIII. In: Netzwerk Freie Szene München. Abgerufen am 22. Januar 2026.
  14. ↑ Das ist (k)ein Tagebuch. Teil 5. In: Die Deutsche Bühne. Abgerufen am 22. Januar 2026.
  15. ↑ Offene Wunde. In: Münchner Volkstheater. 24. April 2025, abgerufen am 22. Januar 2026.
  16. ↑ Produktionen. In: simonfriedl.de. Abgerufen am 22. Januar 2026.
  17. ↑ faulender Mond. In: Münchner Volkstheater. 31. Januar 2025, abgerufen am 22. Januar 2026.
  18. ↑ Der Zauberberg. In: Münchner Volkstheater. 20. Januar 2024, abgerufen am 22. Januar 2026.
  19. ↑ Société Anonyme. Archiviert vom Original am 11. November 2025; abgerufen am 18. Februar 2026.
Personendaten
NAME Kraus, Malin
ALTERNATIVNAMEN Kraus, Malin Victoria (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutsche Regisseurin, Journalistin, Herausgeberin und Literaturwissenschaftlerin
GEBURTSDATUM 2000
GEBURTSORT Paderborn