Manfred Bosch (* 16. Oktober 1947 in Bad Dürrheim) ist ein deutscher Schriftsteller, Literaturhistoriker, Herausgeber und Publizist.
Bosch wuchs in Bad Dürrheim und Radolfzell am Bodensee auf. Nach dem Abitur leistete er in einem Münchner Altersheim Zivildienst und brach sein Studium der Soziologie und Germanistik zugunsten einer freien schriftstellerischen und publizistischen Tätigkeit ab. Bosch lebt in Konstanz.
Seit 1969 veröffentlichte er Gedichtbände und Bücher zu gesellschaftlichen und kulturpolitischen Themen, arbeitete in der Redaktion der Zeitschrift Publikation mit und veröffentlichte zahlreiche Essays, Aufsätze und Rezensionen in Zeitschriften wie Frankfurter Hefte und Neue Rundschau, Zeitungen wie Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Rundschau, Darmstädter Echo, Die Tat, Deutsche Volkszeitung sowie bei Rundfunkanstalten.
In der zweiten Hälfte der 1970er Jahre trug er mit vier alemannischen Gedichtbänden zur Erneuerung der Mundartliteratur bei. Mit seinem Band Wa sollet au die Leit denke. Letzte alemannische Gedichte stellte er 1983 das Publizieren in Mundart ein.
Parallel zur Gründung und Redaktion der von Martin Walser, Adolf Muschg, Hermann Bausinger, André Weckmann und anderen herausgegebenen allmende – Zeitschrift für Literatur gab Bosch zahlreiche Anthologien, Bücher und Werkausgaben zeitgenössischer sowie vergessener Autoren heraus und war Lektor für Buchreihen des Verlags G. Braun, Karlsruhe.
Im Jahr 1985 brachte er Als die Freiheit unterging heraus, ein Buch über Verweigerung, Widerstand und Verfolgung in Südbaden während der Zeit des Nationalsozialismus. Im Jahr 1988 folgte das Buch Der Neubeginn über die Zeit von 1945 bis 1950 in Südbaden. Es dokumentiert die Ereignisse der französischen Besatzungszeit, Währungsreform und die Gründung der Bundesrepublik Deutschland.
Bosch erarbeitete auch zahlreiche literarische Ausstellungen – u. a. im Auftrag des Landes Baden-Württemberg über den Johann-Peter-Hebel-Preis 1936–1988, der Städte Freiburg im Breisgau, Konstanz und Überlingen, des Literaturhauses Gottlieben sowie des Hermann-Hesse-Höri-Museums in Gaienhofen.
Manfred Bosch ist Mitarbeiter bei den von der Kommission für geschichtliche Landeskunde in Baden-Württemberg herausgegebenen biographischen Reihen und leitete bis 2013 als erster Vorsitzender die literarische Gesellschaft Forum Allmende. Der Schwerpunkt seiner literaturhistorischen Arbeit liegt im deutschen Südwesten, vornehmlich rund um den Bodensee.
(chronologisch geordnet)
Ausführlich wurde das literarische Schaffen von Manfred Bosch im Anhang des Buches: Siegmund Kopitzki und Inga Pohlmann (Hrsg.): Manfred Bosch – Literarischer Sekretär der Region. Eine Freundschaftsgabe (siehe unten) dokumentiert.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bosch, Manfred |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 16. Oktober 1947 |
| GEBURTSORT | Bad Dürrheim |