Manfred Adler (* 1928; † 7. März 2005) war ein deutscher römisch-katholischer Ordenspriester, Religionslehrer, Autor und Verschwörungstheoretiker. Vorgeworfen wurden ihm antisemitische und geschichtsrevisionistische Ansichten.
Adler war seit dem Jahr 1968 Oberstudienrat an der Gewerblichen Berufsschule II in Ludwigshafen. Im Jahr 1978 wurde er von der Diözese Speyer suspendiert. Hintergrund war seine Veröffentlichung Söhne der Finsternis.
Mitglied war Adler auch im Missionsorden „Vom heiligen Johannes dem Täufer“.
Im Jahr 2005 verstarb Adler nach Angaben der Publikation Einsicht „nach kurzer, schwerer Krankheit“.
Adler hat sein Weltbild in mehreren Büchern niedergeschrieben. Dabei beschuldigt er die „Weltmacht Zionismus“, zusammen mit unter anderem „Vertretern der internationalen Hochfinanz“, Freimaurern und kommunistischen Diktatoren, ein „gigantische[s] Netz einer internationalen Verschwörung“ errichtet zu haben. Ziel sei die „antichristliche Revolution“ und anschließend die „globale Diktatur von Freimaurern“, eine Art der Weltregierung. Darüber hinaus hielt er es für möglich, dass Zionisten eine größere Schuld am Holocaust haben könnten als Nationalsozialisten.
Das Nachrichtenmagazin Der Spiegel beurteilt diese Ansichten als antisemitisch.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Adler, Manfred |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher katholischer Ordenspriester, Religionslehrer und Autor |
| GEBURTSDATUM | 1928 |
| STERBEDATUM | 7. März 2005 |