Hepperle war ein Enkel von Hans Mantz, der von 1921 bis 1932 Oberbürgermeister von Ravensburg war, und der Sohn eines Architekten.
Er besuchte die Oberrealschule in Ravensburg und studierte an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart bei Walter Brudi. Zur Finanzierung des Studiums arbeitete und studierte er semesterweise im Wechsel.
1960 war er Mitbegründer der Werbeagentur „Pro-Werbung“ in Ravensburg. Dort war er bis 1990 als Grafik-Designer und Texter tätig. Zu seinen Arbeiten zählte das Corporate Design von Müllermilch., Liebherr und Escher Wyss.
Manfred Hepperle war mit Gertraud Hepperle verheiratet und Vater von vier Kindern.
Werk
Hepperles Bücher, die meist skurrile Mundartlyrik enthalten, wurden von ihm selbst mit Karikaturen und Cartoons illustriert.
Für den Südwestfunk schrieb er Sketche, in denen er auch selbst in Hörspiel und Fernsehen mitwirkte, darunter 42 Folgen der Serie „Ravensburger Moritheater“. Als Reminiszenz sendete der SWR-Fernsehkanal Baden-Württemberg am 14. April 2012 eine Zusammenstellung seiner besten Sketche.
Mit Gabi Walser und Wolfgang Engelberger bildete er die Mundartgruppe Maulart-Kabarett, mit der er ab 1991 in sechs Programmen rund 500 Auftritte hatte. Insbesondere in der Ravensburger Kleinkunstbühne Zehntscheuer hatte Hepperle zahlreiche Auftritte. Einige Auftritte konnten auch in der Mäulesmühle verzeichnet werden.
Auszeichnungen
Bei der ersten Verleihung des oberschwäbischen Kleinkunstpreises Ravensburger Kupferle 1989 gehörte Hepperle zu den Preisträgern. 2004 erhielt er mit der Gruppe Maulart-Kabarett diese Auszeichnung erneut.
Der Maulwurf, M. Hepperle, 1977 (5. wesentlich erweiterte Auflage: Eppe, Bergatreute 1984, ISBN 3-89089-200-0)
Es war einmal ein Uhu 1. Teil, M. Hepperle, o. J. (2., überarb. Auflage: M. Hepperle, 1980)
Es war einmal ein Uhu 2. Teil, M. Hepperle, 1979
Gestammelte Werke, M. Hepperle, Ravensburg 1979
… es war aber auch eine Ente, M. Hepperle, Ravensburg 1981 (Neuauflage: Eppe, Bergatreute 1986, ISBN 3-89089-206-X)
Teils heiter – teils bewölkt, G. M. Hepperle, Ravensburg 1982, ISBN 3-924285-00-4 (3., überarbeitete Auflage: Eppe, Bergatreute 1996, ISBN 3-89089-239-6)
25 schwäbische Sketche. Ein Rollenbuch und heitere Lektüre, Roland Mayer, Münsingen 1983, ISBN 3-924013-01-2 (2. Auflage: Eppe, Bergatreute 1992, ISBN 3-89089-222-1)
I sag jo nix – i moin jo blos, Eppe, Bergatreute 1984 (4. Auflage 1996, ISBN 3-89089-204-3)
Oberschwaben, Fotoband von Rupert Leser und Thomas Stephan mit Texten von Manfred Hepperle und Manfred Thierer, Silberburg-Verlag, Tübingen 2002, ISBN 3-87407-530-3
Lieaber z’viel wiea z’wenig, Silberburg-Verlag, Tübingen 2005, ISBN 3-87407-672-5
Gestammelte Werke. Aufgenommen bei öffentlichen Veranstaltungen in Baden-Baden, Meersburg und Ravensburg, Merkton/BMG-Aris-Ariola, 1996
I moin jo bloß, mit dem Maulart-Kabarett, Silberburg-Verlag, Stuttgart 2000, ISBN 3-87407-365-3
Allaweil Gosch offa, mit dem Maulart-Kabarett, Silberburg-Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-87407-318-1
Literatur
Johannes Riedel: Einer, der tief, schräg, quer und hintersinnig denkt. Manfred Hepperle. In: Profile Ravensburg. Biberacher Verlagsdruckerei, Biberach 2008, ISBN 978-3-933614-40-7, S. 112–115
↑Redaktion Schwäbische Zeitung:Abschied vom Meister des feinen Humors.In:Schwäbische Zeitung, Ausgabe Ravensburg.Schwäbischer Zeitungsverlag R. Drexler GmbH & Co. KG,4.April 2012,abgerufen am 10.Januar 2025.
↑Walter Rundel, "D'r Hepperle - Des war Oiner" Erinnerungen an Ravensburger Manfred Hepperle, Schwäbische Zeitung, 3. April 2022, www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-ravensburg/ravensburg_artikel,-dr-hepperle-des-war-oiner-erinnerung-an-ravensburger-manfred-hepperle-_arid,11491673.html.
↑Günther Peitz, Ein Ravensburger Kulturgut verabschiedet sich, Schwäbische Zeitung, 24. August 2014, www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-ravensburg/ravensburg_artikel,-ein-ravensburger-kulturgut-verabschiedet-sich-_arid,10072107.html
↑Manfred Hepperle erhält das Verdienstkreuz, in: Schwäbische Zeitung vom 4. November 2011, Lokalteil Ravensburg (online)