Manfred Jonas (geboren 9. April 1927 in Mannheim; gestorben 25. August 2013 in Schenectady) war ein US-amerikanischer Historiker und Hochschullehrer.
Manfred Jonas war ein Sohn des Kaufmanns Walter Jonas (1895–1965) und der Antonie Dannheisser (1900–1975). Die Familie floh unter dem Druck der deutschen Judenverfolgung 1937 in die USA, wo sie sich als Industriearbeiter durchschlugen. Jonas besuchte die Stuyvesant High School in New York City und wurde 1945 als Marinesoldat eingezogen. Er studierte von 1946 bis 1949 am City College of New York und machte 1951 einen A. M. an der Harvard University. Er heiratete 1952 die Grundschullehrerin Nancy Jane Green, sie hatten vier Kinder.
Jonas arbeitete von 1951 bis 1954 im Nachrichtendienst der US Air Force in Salzburg in der Amerikanischen Besatzungszone Österreichs. Danach wurde er Lecturer der University of Maryland European Division in Kaiserslautern. Er wurde 1959 mit einer Dissertation zur Geschichte der Außenpolitik der USA an der Harvard University promoviert. Jonas war von 1959 bis 1962 Gastdozent am Amerika-Institut der Freien Universität Berlin und kehrte danach in die USA zurück. Er lehrte 1962 am Pennsylvania Military College in Chester, Pennsylvania und wurde 1963 Assistant Professor am Union College in Schenectady im Staat New York. 1967 wurde er dort Full Professor. Er forschte 1973 als Fulbright Fellow an der Universität des Saarlandes und war 1983 Gastprofessor an der Eötvös-Loránd-Universität in Budapest. Er wurde 1986 emeritiert, lehrte aber noch bis 1996.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Jonas, Manfred |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Historiker und Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 9. April 1927 |
| GEBURTSORT | Mannheim |
| STERBEDATUM | 25. August 2013 |
| STERBEORT | Schenectady |