Manfred Straka

Manfred Straka (* 28. November 1911 in Przemyśl; † 5. Januar 1990 in Graz) war ein österreichischer Historiker.

Leben und Wirken

Manfred Straka besuchte nach der Übersiedlung seiner Familie ab 1918 die Schule in Graz. Nach seiner Reifeprüfung studierte er Geschichte und Geographie an der Universität Graz und promovierte dort 1934 zum Dr. phil. und legte zugleich die Staatsprüfung für den höheren Schuldienst ab. Anschließend trat er in Graz als Lehrer für Geschichte und Geographie in den Schuldienst. Während des Zweiten Weltkriegs war Straka Soldat, habilitierte sich jedoch zwischenzeitlich an der Universität Graz und war kurze Zeit Direktor eines Gymnasiums in Maribor. Nach dem Krieg war er wieder als Lehrer tätig, seit 1956 an der Höheren Bundeslehranstalt für Frauenberufe.

Seine wissenschaftliche Tätigkeit entfaltete Straka vor allem im Rahmen des Historischen Vereins für Steiermark. Seit 1971 arbeitete er im Auftrag der Landesregierung als Geschäftsführer der Historischen Landeskommission am Historischen Atlas der Steiermark. Neben der Kartographie beschäftigte sich Straka mit geschichtlichen Themen der Steiermark und mit der Geschichte von Volksgruppen und Minderheiten.

Im Jahre 1980 ernannte ihn die Universität Graz zum Honorarprofessor für „Thematische Kartographie und Schulkartographie“.

Von seinen Veröffentlichungen ist besonders das von ihm bearbeitete und umfangreiche „Handbuch der europäischen Volksgruppen“ hervorzuheben.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Gerhard Pferschy: Nachruf Manfred Straka. In: Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark, Bd. 81 (1990), S. 303–306 (mit allen biografischen Daten, abgerufen am 27. März 2025).