Manfred Willmann

Manfred Willmann (* 16. August 1952 in Graz) ist ein österreichischer Fotograf.

Leben

Willmann besuchte von 1966 bis 1970 die Fachschulklasse für Dekorative Gestaltung sowie 1970/1971 die Meisterklasse für Gebrauchsgrafik an der Bundeslehranstalt für das Baufach und Kunstgewerbe (Ortweinschule) in Graz. Danach war er als freischaffender Fotograf tätig. 1974/1975 leitete er die Fotogalerie im Schillerhof, Graz.

In den Jahren 1975 bis 1996 leitete er mit Christine Frisinghelli das Fotoreferat und die Organisation des Ausstellungs- und Symposionsprogrammes im Forum Stadtpark in Graz.

Von 1980 bis 2009 war er Herausgeber der Zeitschrift Camera Austria.

1988 erhielt Willmann ein Arbeitsstipendium für künstlerische Fotografie und 1993 ein Rom-Stipendium des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst.

1994 wurde er mit dem Kulturpreis der Deutschen Gesellschaft für Photographie ausgezeichnet. 2002 erhielt er das Goldene Ehrenzeichen der Stadt Graz, das er 2019 wieder zurückgab. 2009 wurde ihm der Staatspreis für künstlerische Fotografie verliehen.

Werk

Die Arbeiten von Manfred Willmann richten ihren Fokus auf Szenen aus seinem persönlichen Umfeld in Graz und der Südsteiermark. Im Gegensatz zu den in dieser Zeit für die künstlerische Fotografie praktisch ausschließlich in Schwarzweiß arbeitenden Fotografen setzt er wegweisend die Farbfotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel ein.

Die konsequente Verwendung des Blitzlichts und seine direkte, subjektive Sichtweise auf Details mündet in für ihn charakteristische Serien, wie Die Welt ist schön, (1983) oder Das Land (2000).

Die Serien gehen über das reine Registrieren von Erscheinungen hinaus und entlarven die Klischees des idyllischen Landlebens. „Ich möchte dem Zeitgefühl voraus sein. Ich möchte die Dinge schöner zeigen als sie sind, oder hässlicher“. (Manfred Willmann)

Ausstellungen

In zahlreichen Gruppenausstellungen war Manfred Willmann vor allem in Europa, aber auch in den USA und Japan zu sehen.

Monografien

Einzelnachweise

  1. ↑ Willmann Manfred. In: Eugen Gross (Hrsg.): Die Grazer Ortweinschule: Bau – Kunst – Design, 1876–2001. Manumedia Schnider, Graz 2001, ISBN 3-902020-12-1, S. 260.
  2. ↑ Manfred Willmann. In: Website KulturServerGraz. Abgerufen am 8. Februar 2019.
  3. ↑ Kleine Zeitung: Gabalier wird geehrt: "Volksverdummung": Grazer gibt Goldenes Ehrenzeichen der Stadt zurück. Artikel vom 16. Februar 2019, abgerufen am 20. Februar 2019.
  4. ↑ Margit Zuckriegl: Willmann,Manfred. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten und Völker (AKL). Band 114, De Gruyter, Berlin 2022, ISBN 978-3-11-055065-8, S. 357.
  5. ↑ Manfred Willmann. In: Website Vereinigung bildender KünstlerInnen Wiener Secession. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 9. Februar 2019; abgerufen am 8. Februar 2019.  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
Personendaten
NAME Willmann, Manfred
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Künstler
GEBURTSDATUM 16. August 1952
GEBURTSORT Graz, Österreich