Mangala Mani (Hindi मंगला मणि; * 20. Jahrhundert in Indien) ist eine indische Wissenschaftlerin. Sie ist die erste ISRO-Wissenschaftlerin, die länger als ein Jahr in der Antarktis gelebt hat und wurde für die BBC-Reihe 100 Women Challenge im Rahmen der Reihe Women in Science ausgewählt.

Mani absolvierte als einzige Frau unter den 80 Studierenden ihres Jahrgangs ihr Studium für Funktechniker (MDT-RA) am Government Polytechnic in Masab Tank in Hyderabad. Nach ihrem Diplom absolvierte sie eine Ausbildung bei Hindustan Aeronautics (HAL) in Balanagar. Dort wurde sie zu einem Vorstellungsgespräch bei SHAR/ISRO eingeladen. In Begleitung ihres Vaters nahm sie teil und kam in die engere Auswahl. Sie erhielt innerhalb von drei Wochen die Zusage für eine Anstellung bei ISRO.
Mani hatte vor dem Auswahlverfahren für die Expedition nach Bharati noch nie Schnee gesehen. Um in das Expeditionsteam aufgenommen zu werden, musste sie sich über mehrere Wochen hinweg verschiedenen körperlichen und mentalen Tests unterziehen. Dazu gehörten Untersuchungen im AIIMS Delhi, bei denen unter anderem ihre Fähigkeit getestet wurde, einen langen Winter durchzustehen. Anschließend verbrachte sie zwei Wochen in Auli in Uttarakhand. Dort musste sie sich auf einer Höhe von 2743 Metern an das Eis akklimatisieren. Später reiste sie mit ihrem Team nach Badrinath auf 3048 Meter Höhe. Während ihres Aufenthalts in Uttarakhand musste das Team lange Wanderungen mit schweren Rucksäcken unternehmen, um die körperliche Ausdauer zu testen.
Das Team wurde im November 2016 für eine 406-tägige Expedition bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt zur Wartung und zum Betrieb des Satelliten Bharati in die Antarktisstation entsandt. Die damals 56-jährige Mani war Teil dieses 23-köpfigen Teams. Manis Aufgabe in Bharati bestand darin, die Bodenstation zu betreiben und zu warten, von der aus 10 von 14 Satellitenumlaufbahnen sichtbar waren, im Gegensatz zu Indien, wo nur 2 oder 3 Umlaufbahnen sichtbar waren. Die so gesammelten Satellitendaten wurden zur Verarbeitung und Weiterverteilung an die Nutzer nach Indien übertragen.
Die Ressourcen wurden sparsam eingesetzt, und Abfälle wurden getrennt gesammelt und aufs Festland transportiert, um die Umgebung nicht zu verschmutzen. Das Team hielt die Station selbst instand und traf sich täglich zu Besprechungen über die anstehenden Arbeiten. Mani war die einzige Frau unter den 23 Mitgliedern, die in der Bharati-Station überwinterten, während es in den chinesischen und russischen Stationen, die 2016/17 überwinterten, keine Frauen gab.
Mani arbeitet im Nationalen Fernerkundungszentrum in Shadnagar in Hyderabad. Das Zentrum sammelt mithilfe von Satelliten Daten über die Ressourcen der Erde. Diese Daten werden anschließend verarbeitet und dienen der Überwachung und dem Management der Ressourcen und unterstützen so die Katastrophenhilfe.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mani, Mangala |
| KURZBESCHREIBUNG | indische Wissenschaftlerin |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |
| GEBURTSORT | Indien |