
Manijeh Hekmat (persisch منیژه حکمت; * 23. März 1962 in Arak) ist eine iranische Filmregisseurin, Produzentin und Drehbuchautorin. Sie zählt zu den Vertreterinnen des politischen Kinos im Iran und ist vor allem bekannt für ihre differenzierte Darstellung von Frauenschicksalen. Ihr Werk wurde international mit Preisen bedacht.
Manijeh Hekmat begann 1980 als Regieassistentin und Produktionsdesignerin. Sie drehte daneben eigene Experimentalfilme und ist als Produzentin mit ihrer Filmproduktion Bamdad Film tätig. Ihr Durchbruch gelang ihr 2002 mit dem Spielfilm Women's Prison, der auf den Filmfestspielen Venedig uraufgeführt wurde. Der Spielfilm setzt sich mit dem Schicksal von Frauen im iranischen Strafvollzug auseinander. Beim Festival International du Films de Fribourg wurde Gefängnis der Frauen 2003 mit einer Lobenden Erwähnung der Ökumenischen Jury ausgezeichnet. Im darauf folgenden Dokumentarfilm The Wall von 2004 vertiefte sie dieses Thema weiter. Es gelang ihr erstmals seit der Islamischen Revolution Zugang zum Inneren eines Gefängnis zu erlangen und dort direkt mit den weiblichen Gefangenen zu drehen. Ihr zweiter Spielfilm Three Women wurde 2008 auf der Berlinale uraufgeführt und auf über 80 Festivals gezeigt.
Hekmat erhielt verschiedene Auszeichnungen, darunter 2023 den Menschenrechtspreis des Human Rights Film Festival beim Filmfestival in Lugano.
Sie ist verheiratet mit dem Schauspieler und Szenenbildner Jamshid Ahangarani. Die Schauspielerin und Regisseurin Pegah Ahangarani ist ihre gemeinsame Tochter.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hekmat, Manijeh |
| KURZBESCHREIBUNG | iranische Filmregisseurin, Produzentin und Drehbuchautorin |
| GEBURTSDATUM | 23. März 1962 |
| GEBURTSORT | Arak |