
Manjacaze (auch Mandlakaze) ist eine Kleinstadt in Mosambik und liegt in der Provinz Gaza. Sie fungiert als Verwaltungszentrum des Distrikts Manjacaze. Seit 1998 besitzt der Ort den Status einer Gemeinde mit gewählter Kommunalverwaltung.
Die Einwohnerzahl betrug im Jahr 2015 etwa 9797 Menschen bei einer Fläche von 5,4 km². Trotz ihres administrativen Status wird Manjacaze häufig auch als Dorf bezeichnet.
| Jahr | Einwohnerzahl |
|---|---|
| 1975 | 9.378 |
| 1990 | 8.859 |
| 2000 | 10.044 |
| 2015 | 9.797 |
| Kategorie | Einwohner | Anteil |
|---|---|---|
| Gesamt | 9797 | 100,0 % |
| Männlich | 4283 | 43,7 % |
| Weiblich | 5514 | 56,3 % |
| Andere | – | – |
| Kategorie | Medianalter |
|---|---|
| Gesamt | 17,7 Jahre |
| Männer | 15,1 Jahre |
| Frauen | 19,7 Jahre |
| Andere | – |
Quelle:
Futebol Clube Manjacaze nahm 2018 an der Provinzmeisterschaft der Provinz Gaza teil und belegte mit vier Punkten den vorletzten Platz.
Der portugiesische Nationalspieler Matateu spielte 1951 in Manjacaze. 2017 war Nelinho Trainer der U17-Mannschaft.
Neben Fußball gibt es in Manjacaze Basketballplätze, die auch für andere Mannschaftssportarten genutzt werden.
Mit Stélio António Nuaila do Rogério stammt ein mosambikanischer Nationalspieler aus dem Ort, der unter anderem beim Verein CD Maxaquene Basketball aktiv war.
Mit dem Manjacaze Rugby Clube ist auch Rugby als Sportart im Ort vertreten.
Das Massaker von Manjacaze ereignete sich am 10. August 1987 während des mosambikanischen Bürgerkriegs. Etwa 600 Rebellen der RENAMO griffen die Stadt an.
Dabei wurden mindestens 92 Zivilisten getötet. Zudem kam es zu Entführungen, Plünderungen sowie zur Zerstörung wichtiger Infrastruktur wie Elektrizitätswerke, Banken und Fabriken.
Der Angriff stand im Zusammenhang mit der Strategie der Rebellen, die Hauptstadt Maputo vom Rest des Landes abzuschneiden, und folgte kurz nach dem Homoine-Massaker.
Nach dem Angriff flohen Tausende Einwohner in die Provinzhauptstadt Xai-Xai. Zurückgelassene Landminen forderten auch in der Folgezeit weitere Opfer. Internationale Organisationen, darunter das Internationale Rote Kreuz, verurteilten das Ereignis.
Koordinaten: 24° 42′ 42,1″ S, 33° 52′ 58,1″ O