
Marcos João Garcia Miranda Guedes, kurz Marcos Miranda Guedes (* 6. Juni 1924 in Régua, Portugal; † 2001 in Portugal) war ein portugiesischer Architekt.
Miranda Guedes wurde am 6. Juni 1924 im nordportugiesischen Régua geboren. Nach seiner Schulausbildung studierte er Architektur an der Escola Superior de Belas Artes in Porto, das Studium schloss er 1952 ab. Bereits während des Architekturstudiums arbeitete Miranda Guedes im Büro von José Carlos Loureiro. Später wechselte er ins Büro von José Gomes Bastos, wo er bei der Endplanung des Neubaus der Banco Nacional Ultramarino (heute Sitz der mosambikanischen Zentralbank) in Lourenço Marques (heute Maputo) unterstützte.
Aufgrund fehlender Aufträge zog Miranda Guedes – wie viele junge portugiesische Architektinnen und Architekten dieser Zeit – in die portugiesische Kolonie Mosambik, wo er sich mehr Arbeit erhoffte. Zunächst beauftragte ihn Gomes Bastos mit der Bauüberwachung des bereits vorher von ihm mitgeplanten Bankneubaus. Dazu kam es jedoch letztendlich nicht, da die Bank auf eine Bauüberwachung verzichtete.
Miranda Guedes entwarf während seiner sechzehnjährigen Zeit in Mosambik zahlreiche markante Gebäude für die Hauptstadt der Kolonie, zahlreiche – sowohl für staatliche wie private Auftraggeber – zusammen mit Octávio Pó. Insbesondere das 1960 fertiggestellte Historische Archiv sowie das 1967 errichtete Hochhaus „33“ prägen die Stadt bis heute und galten damals als Zeichen der Modernisierung Mosambiks.
Neben seinen Aufträgen lehrte Miranda Guedes zudem an der Berufsschule Escola Industrial Mouzinho de Albuquerque. Mit der Unabhängigkeit Mosambiks im Jahr 1975 kehrte Miranda Guedes zurück nach Portugal. Dort verstarb er 2001.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Guedes, Marcos Miranda |
| KURZBESCHREIBUNG | portugiesischer Architekt |
| GEBURTSDATUM | 6. Juni 1924 |
| GEBURTSORT | Régua, Portugal |
| STERBEDATUM | 2001 |
| STERBEORT | Portugal |