Maren Hartmann (geboren am 23. November 1967 in Köln) ist eine deutsche Medien- und Kommunikationssoziologin. Sie ist seit 2014 Professorin für Kommunikations- und Mediensoziologie an der Universität der Künste Berlin.
Maren Hartmann nahm 1988 ein Studium der Kommunikationswissenschaften, Theaterwissenschaft und Philosophie an der Freien Universität Berlin auf, welches sie im Jahr 1996 als Magistra Artium abschloss. Parallel erreichte sie 1994 an der University of Sussex in Brighton im Studiengang Media Studies den Abschluss Master of Arts. Parallel zu ihrer Tätigkeit am EMTEL, im Jahr 1997, begann sie in Sussex an ihrer Dissertation zum Thema Technologies and Utopias: The Cyberflâneur and the Experience of ‚Being Online‘ zu arbeiten, welche sie 2004 abschloss.
Von 1995 bis 1998 war Hartmann Research Officer beim EMTEL (European Media, Technology and Everyday Life Network) am Graduate Research Centre for Culture and Communication der University of Sussex in Brighton und von 1998 bis 2000 Teaching Assistant und Visiting Lecturer an der School for Communication, Design and Media der University of Westminster in London. In den Jahren 2000 bis 2001 unterrichtete sie an der School of Information Management in Brighton. 2001 wechselte sie als Research Fellow nach Belgien an die Vrije Universiteit Brussel am Institut SMIT – Studies on Media, Information and Telecommunication zum Forschungsprojekt EMTEL 2 und dem Unterprojekt Youth & New Media. Bis 2004 war sie dort darüber hinaus Associated Research Fellow.
Ab 2006 war Hartmann wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Erfurt am Seminar für Medien und Kommunikation. Anschließend wechselte sie als Postdoktorandin an das Institut für Medien, Kommunikation und Information der Universität Bremen. Am 1. April 2007 wurde Hartmann Juniorprofessorin für Kommunikationssoziologie an der Universität der Künste Berlin, im Jahr 2009 war sie als Gastprofessorin an die Universität Roskilde eingeladen. Im Dezember 2014 wurde sie als ordentliche Professorin an die UdK berufen. Seit Februar 2016 ist sie daneben Vorsitzende des Vilém-Flusser-Archivs der Universität der Künste Berlin. 2017 erhielt Maren Hartmann das Riksbanken-Humboldt-Stipendium für die Weiterentwicklung von Forschungskooperationen mit der Universität Lund in Schweden.
Sie ist verantwortliche Mitherausgeberin von Buchreihen und Fachzeitschriften, darunter seit 2005 als Mitglied des Editorial Advisory Board des in Sydney herausgegebenen Fibreculture Journal, seit 2008 als Associate Editor beim Magazin Communications: The European Journal for Communication Research, seit 2012 als Mitherausgeberin der Zeitschrift Mobile Media & Communication und seit 2015 der Springer-Reihe Medien – Kultur – Kommunikation.
Mitte Juni 2024 forderte Hartmann mit mehreren tausend weiteren Professoren und Dozenten den Rücktritt der Bildungs- und Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger aufgrund ihrer Erwägungen zur Sanktionierung von Hochschulangehörigen.
Zu Maren Hartmanns Forschungsschwerpunkten zählt der Themenbereich Cyberkultur sowie mobile Medienkultur und mobile Kommunikation im Alltag. Hier untersucht sie mögliche kulturelle Differenzen bei der Nutzung mobiler Telefone, sei es in Bezug auf Jugendkultur, auf die mobile Kommunikation Wohnungsloser oder mit ethnografischem Blick im internationalen Vergleich. Die Forschung befasst sich darüber hinaus mit der Nutzung sozialer Medien und allgemein dem Bereich der Online-Kommunikation. Dazu beschäftigt sie sich im eigenständigen Themenfeld mit dem Begriff der Domestizierung, insbesondere mit Blick auf die Inkorporierung von Medien in Alltags- und Wertewelten.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hartmann, Maren |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Mediensoziologin und Hochschullehrerin |
| GEBURTSDATUM | 23. November 1967 |
| GEBURTSORT | Köln |