Margarete Fries (Margarete Herta Ricarda verh. Friedl; * 14. Juni 1911 im 9. Gemeindebezirk (Alsergrund), Wien; † 18. Jänner 2012 in Wien) war eine österreichische Schauspielerin und Synchronsprecherin.

Geboren als Tochter des Arztes Egon Fries und der Schauspielerin Rosa Renée Koppel, wurde Margarete Fries evangelisch getauft.
Fries promovierte in Biologie und besuchte zur gleichen Zeit das Max Reinhardt Seminar. Im Jahre 1933 spielte sie zum ersten Mal am Volkstheater in Wien. Im gleichen Jahr heiratete sie ihren ersten Ehemann, Kurt Schechner. Nach Abschluss ihres Studiums kehrte Fries 1935 zur Bühne zurück.
Im Herbst 1937 wurde sie an das Volkstheater verpflichtet, wo ihr Ehemann Hauptaktionär und administrativer Direktor geworden war. Ende der 1930er Jahre war Fries auch des Öfteren Gast in den Synchronateliers der Selenophon in Wien, so sprach sie unter anderem Zarah Leander in Skandal, Isa Miranda in Die Lüge der Nina Petrowna, oder auch Mary Astor in der ersten Synchronfassung von … dann kam der Orkan.
Nach dem Einmarsch der Wehrmacht im März 1938 verließ sie Österreich und war zuerst in Bern und später am Schauspielhaus Zürich engagiert, wo sie unter anderem unter Max Ophüls spielte. 1947 kehrte sie nach Wien und 1948 ans Volkstheater zurück. Von 1954 bis 1987 war sie ständiges Mitglied des Volkstheaterensembles. Zuletzt stand sie 1987 auf der Bühne.
In zweiter Ehe heiratete sie 1976 erneut und führte seither den Familiennamen Friedl. Ihre Grabstätte befindet sich auf dem Inzersdorfer Friedhof (Gruppe 1, Reihe MW, Nummer 26) in Wien.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fries, Margarete |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Schauspielerin |
| GEBURTSDATUM | 14. Juni 1911 |
| GEBURTSORT | Wien |
| STERBEDATUM | 18. Januar 2012 |
| STERBEORT | Wien |