Maria Heilmann

Maria Heilmann, Geburtsname Maria Schulte (geboren 8. November 1887 in Meppen; gestorben 12. März 1969 in Melle) war eine Lehrerin, Heimatforscherin, Historikerin und Kunsthistorikerin.

Leben

Zur Zeit des deutschen Kaiserreichs besuchte Heilmann ab 1904 das Lehrerinnenseminar in Hannover, das sie 1907 abschloss. Anschließend arbeitete sie als Lehrerin.

1914 heiratete sie den in Melle tätigen Mediziner Ludwig Heilmann (1848–1926). Das Ehepaar hatte eine Tochter. Nach dem Tod ihres Ehemannes studierte sie Mittlere und Neuere Geschichte sowie Deutsche Philologie und Kunstgeschichte an der Universität Münster, an der sie 1938 mit ihrer Dissertation zur Geschichte der St. Matthäus-Pfarre zu Melle promovierte. Als Doktorin beschäftigte sie sich mit Genealogie und Archivpflege. Sie war Ansprechpartnerin für Menschen, die während der NS-Zeit Angaben über Vorfahren für den Ahnenpass benötigten. Maria Heilmann beantragte am 17. Juli 1937 die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 4.279.127). Dennoch war Maria Heilmann als bekennende Katholikin bekannt und eine der wenigen Personen, die öffentlich zum verfolgten jüdisch-stämmigen Amtsgerichtsrat Georg Bodenheim Kontakt hielten. Sie musste sich einem Entnazifizierungsverfahren stellen, in dem sie in die Kategorie „Unterstützer“ eingestuft wurde.

Sie forschte und publizierte vor allem zur Geschichte und Kultur des Amtes Grönenberg, der Burg Grönenberg sowie der Stadt und des Kreises Melle und dessen einzelnen Ortsteilen. Sie gab die Reihe Grönenberger Heimathefte heraus und wurde nach der Neugründung 1946 bis zu ihrem Lebensende Vorsitzende des Heimatvereins Melle. Für die Eröffnung des Grönegaumuseum hatte sie sich engagiert und dessen Sammlungen ausgebaut.

Ehrungen

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 7 8 o. V.: Heilmann, Maria in der Datenbank Niedersächsische Personen (Neueingabe erforderlich) der Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek – Niedersächsische Landesbibliothek in der Version vom 7. Juli 2017, zuletzt abgerufen am 12. Juli 2023
  2. 1 2 3 4 5 6 Uwe Plaß: Melles einzige Ehrenbürgerin: Warum Maria Heilmann eine sehr ungewöhnliche Frau war, NOZ, Redaktion Meller Kreisblatt, 26. März 2021, abgerufen am 15. Juli 2023.
  3. ↑ Angaben im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  4. ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/14260645
  5. ↑ https://www.arcinsys.niedersachsen.de/arcinsys/detailAction.action?detailid=v3920101
  6. 1 2 Trägerin des Niedersächsischen Verdienstordens (Memento vom 9. Oktober 2007 im Internet Archive)
Personendaten
NAME Heilmann, Maria
ALTERNATIVNAMEN Schulte, Maria (Geburtsname)
KURZBESCHREIBUNG deutsche Lehrerin, Heimatforscherin, Historikerin und Kunsthistorikerin
GEBURTSDATUM 8. November 1887
GEBURTSORT Meppen
STERBEDATUM 12. März 1969
STERBEORT Melle