Maria Lettberg (* 28. Oktober 1970 in Riga) ist eine schwedische Pianistin, die in Berlin lebt.

Maria Lettberg ist die Tochter eines Universitätsprofessors für russische Literatur und einer Mathematikerin. Sie begann im Alter von sieben Jahren mit dem Klavierspiel und besuchte die Zentrale lettische Eliteschule für musikalisch begabte Kinder. Ihr Studium am Sankt Petersburger Konservatorium schloss sie mit dem Konzertexamen ab. Weitere Studien führten sie an die Königliche Musikhochschule Stockholm und die Sibelius-Akademie in Helsinki. Ihre Lehrer waren Tatjana Zagorovskaja, Andrej Gavrilov, Paul Badura-Skoda, Menachem Pressler, Emanuel Krasovsky, Roland Pöntinen und Matti Raekallio. Im Jahr 2008 wurde sie an der Sibelius-Akademie promoviert. Thema der Dissertation war ein „Historischer Überblick über Tendenzen in der Interpretation von Alexander Skrjabins Klaviersonate Nr. 10. Eine komparative pianistische Analyse“.
Schwerpunkte von Lettbergs Konzertrepertoire sind Werke von Brahms, Schumann, Liszt, Chopin, Skrjabin sowie Debussy, Prokofjew, Schnittke und Bach. Daneben spielt sie regelmäßig Werke wenig bekannter, insbesondere skandinavischer und russischer Komponisten. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet sie mit Deutschlandradio Kultur.
Es liegen mehrere CD-Einspielungen vor, darunter die Gesamteinspielung des Solo-Klavierwerkes von Alexander Skrjabin sowie sein „Opus posthum“ – seine Jugendwerke und Werke seines Sohnes Julian Skrjabin, die ohne Opuszahl blieben. In Anlehnung an Skrjabins Ideen initiierte und leitete Lettberg dabei zwei Projekte unter dem Titel „Mysterium“, wobei musikalische und visuelle Aspekte miteinander verknüpft wurden.
Lettberg wurde für ihre Aufnahme der Klavierkonzerte von Sara Lewina für den Grammy Award 2018 in der Kategorie „Best Classical Instrumental Solo“ (Beste klassische Instrumental-Solodarbietung) nominiert.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Lettberg, Maria |
| KURZBESCHREIBUNG | schwedische Pianistin |
| GEBURTSDATUM | 28. Oktober 1970 |
| GEBURTSORT | Riga |