
Stella maris (lateinisch Stern des Meeres, auch Maris stella) ist eine Anrufung Marias, der Mutter Jesu. Unter dieser Anrufung ist sie die Schutzpatronin der Seeleute und symbolisiert den rettenden Stern, der dem Nautiker die Richtung weist, wie auch den Stern, der der einzelnen Seele auf dem „Meer des Lebens“ die Richtung weist.
Verschiedentlich galten als Stern des Meeres die Himmelskörper Venus, der Polarstern, der Sirius und der Leitstern der Plejaden.
Der Kirchenvater Hieronymus begründete die Tradition der Anrufung der Jungfrau Maria mit dem Attribut Stella maris, indem er den hebräischen Namen Mirjam, „bitteres Meer“, auf den das lateinische Maria zurückgeht, als stilla maris („Meerestropfen“) deutete. Es wird vermutet, dass dieser Begriff später als stella maris missverstanden oder umgedeutet wurde. In dieser Form ist er erst ab dem 9. Jahrhundert belegt. Die Anrufung Stella maris findet sich in Hymnen, Antiphonen, Litaneien und anderen Gebeten der römisch-katholischen Kirche, wie auch in Vokalwerken. Der mittelalterliche Hymnus Ave maris stella, der verschiedentlich Venantius Fortunatus zugeschrieben wird, beginnt mit dieser Anrufung:
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Ave maris stella, |
Meerstern, sei gegrüßet, |

Im apostolischen Schreiben Papst Johannes Pauls II. Stella Maris – über das Apostolat des Meeres von 1997 führt dieser aus:
„Stella Maris, Meeresstern, ist der beliebteste Beiname, mit dem die Seeleute von jeher diejenige anriefen, deren Schutz und Beistand sie vertrauen: die Jungfrau Maria. Jesus Christus, ihr Sohn, begleitete seine Jünger auf ihren Fischerbooten, stand ihnen in Seenot bei und beruhigte den Sturm. So begleitet auch die Kirche mit der Seefahrt verbundene Menschen, indem sie sich der besonderen geistlichen Bedürfnisse jener Personen annimmt, die sich aus verschiedenen Gründen auf See aufhalten und arbeiten.“
Das letzte Kapitel der Enzyklika Spe salvi Papst Benedikts XVI., das mit Maria, Stern der Hoffnung überschrieben ist, schließt mit den Worten: „Stern des Meeres, leuchte uns und führe uns auf unserem Weg!“

Katholische Kirchen mit diesem Patrozinium stehen meist in Hafen- oder Küstenstädten.
Kirchen in Deutschland und der Schweiz
Weitere Einrichtungen
Dem Patrozinium sind auch folgende Einrichtungen unterstellt: