Maria Schetelich

Maria Schetelich (* 28. Juni 1938 in Potsdam) ist eine deutsche Indologin.

Leben

Maria Schetelich ist Tochter des Orgelbauers Hans-Joachim Schuke.

Von 1957 bis 1962 studierte sie Indologie und Ethnologie bei Walter Ruben an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1962 bis 1992 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Alter Orient am Zentralinstitut für Alte Geschichte und Archäologie (ZIAGA) an der Akademie der Wissenschaften der DDR. 1968 erfolgte ihre Promotion über dörfliche Wirtschafts- und Rechtsverhältnisse im Kauṭilīya Arthaśāstra und 1983 die Habilitation über die Entstehung von Varna-Theorie und Varna-System in vedischer Zeit. Von 1992 bis 1996 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaften der Universität Leipzig im Rahmen des Wissenschaftler-Integrations-Programms für Mitarbeiter der ehemaligen Akademie der Wissenschaften der DDR (WIP). 1997 wurde sie in den Lehrkörper des Instituts für Indologie und Zentralasienwissenschaften übernommen. Von 1992 bis 1998 war sie Mitarbeiterin am Projekt des Zentrums für interdisziplinäre Forschung Bielefeld Geschichtsdenken und historische Sinnbildung im interkulturellen Vergleich.

Ihre Arbeitsgebiete sind Staatslehre und politische Theorie (Arthashastra, Nītishastra), Dharmashastra, Epos und Puranas, indische Historiographie (Altertum und Mittelalter), Wissenschaftsgeschichte und Geschichte des Chaturanga.

Sie war verheiratet mit dem Organisten Wolfgang Schetelich, hat drei Kinder und lebt in Leipzig.

Schriften (Auswahl)

Personendaten
NAME Schetelich, Maria
ALTERNATIVNAMEN Schuke, Maria (Geburtsname)
KURZBESCHREIBUNG deutsche Indologin
GEBURTSDATUM 28. Juni 1938
GEBURTSORT Potsdam