Maria Vogt

Maria Vogt (* 22. April 1980 in Steinheim am Albuch) ist eine deutsche Theater- und Filmschauspielerin.

Ausbildungen, Schauspielerin

Vogt absolvierte eine Schauspielausbildung an der Schauspielschule der Keller im Theater der Keller in Köln. Anschließend war sie am Theater Bonn engagiert. Von 2005 bis 2010 gehörte sie als festes Ensemblemitglied zum Mainfranken Theater Würzburg. Als Gast war sie am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg und ab 2010 als freie Schauspielerin am Staatstheater Nürnberg tätig. 2007 erhielt Vogt den Theaterförderpreis Würzburg, 2009 den Schauspielförderpreis bei den Bayerischen Theatertagen. Parallel zu ihrer Theaterarbeit wirkte Vogt in Film- und Fernsehproduktionen mit. Ihr Fernsehdebüt gab sie 2002 in der ZDF-Krimireihe Wilsberg. 2006 spielte sie die Hauptrolle der Paula in der ARD-Jugendserie Paulas Sommer.

Ab 2013 studierte Vogt Film an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Sie war Stipendiatin der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Sie schloss ihr Studium 2021 mit dem Master ab.

Kollektiv KGI

Vogt ist Mitglied des Kollektivs KGI – Büro für nicht übertragbare Angelegenheiten. Das Kollektiv verfolgt einen gesellschaftspolitischen Ansatz, der Theater als Gedächtnis im gesellschaftlichen Diskurs verortet und untersucht. KGI arbeitet schwerpunktmäßig zu nationalsozialistischen Gefühlserbschaften und deren transgenerationaler Weitergabe. Im Zentrum der Arbeit steht die Aneignung und Transformation unterschiedlicher darstellender und performativer Kunstformate von Theater, Film, Tanz, Oper bis hin zum Computerspiel. Dies geschah über mehrere Jahre in Zusammenarbeit mit Menschen aus hochkulturfernen Schichten und Sozialisationen, dem von KGI gegründeten Ensemble "Transformers".

Antropka

2023 erhielt Vogt das Wim Wenders Stipendium der Film- und Medienstiftung NRW für die Entwicklung ihres Science-Fiction-Drehbuchs Antropka. Mit dem Projekt wollte Vogt „der Phalanx männlicher Weltraum-Erzählungen eine eigene, queerfeministische Sicht aufs Reisen in ferne Galaxien entgegensetzen“. Das Projekt erzählt von elf Frauen aus vier Generationen, die im Jahr 2182 auf einer interstellaren Arche Noah um das Überleben der Menschheit kämpfen.

Am 29. August 2025 hatte Antropka am Theater an der Ruhr Premiere. Die Inszenierung vereinte Theater und Virtual Reality: alle Zuschauenden, Darstellenden und virtuellen Objekte existieren gemeinsam in einem geteilten Echtzeit-Raum. Kritiken würdigten besonders die technische Innovation und das immersive Bühnenbild.

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Theaterkompass: Maria Vogt am Mainfranken Theater (13. Mai 2014)
  2. ↑ Crew United: Wilsberg - und der Tote im Beichtstuhl
  3. ↑ Crew United: Paulas Sommer
  4. ↑ filmportal.de: 13 Semester
  5. ↑ HFBK Hamburg: Final Cut 2018
  6. ↑ HFBK Hamburg: Final Cut 2021KGI
  7. ↑ Ruhrtriennale Archiv: Maria Vogt (2017)
  8. ↑ Ringlokschuppen Ruhr: KGI - Ur-Heidi
  9. ↑ Blickpunkt:Film: Wim Wenders Stipendium zum 10. Mal verliehen (6. Oktober 2023)
  10. ↑ filmportal.de: Film- und Medienstiftung NRW vergibt 100.000 Euro für fünf Stipendien
  11. ↑ Ruhr Nachrichten: Erweiterte Realitäten sind in Mülheim Trumpf (31. August 2025)
  12. ↑ Die Deutsche Bühne: Kritik zu Antropka (9. September 2025)
  13. ↑ Theaterkompass: Uraufführung Antropka (20. August 2025)
  14. ↑ Kulturpreise.de: Bayerischer Kunstförderpreis 2011
  15. ↑ Wim Wenders Stiftung: 10. Wim Wenders Stipendium 2023
Personendaten
NAME Vogt, Maria
KURZBESCHREIBUNG deutsche Theater- und Filmschauspielerin
GEBURTSDATUM 22. April 1980
GEBURTSORT Steinheim am Albuch