Buntpapier (Füchse)Buntpapier (Vögel)Buntpapier (Pferde und Hunde)
„Mitzi“ oder „Mizzi“ von Uchatius war die Tochter von Carl Josef Ritter von Uchatius. Sie studierte nach dem Besuch der Zeichenschule des Wiener Frauen-Erwerb-Vereins ab dem Jahr 1900 an der Kunstgewerbeschule Wien bei Felician Myrbach, Friedrich Linke, Rudolf von Larisch und Carl Otto Czeschka und machte 1906 ihren Abschluss. Sie heiratete am 19. August 1909 in Dietenheim bei Bruneck den Bildhauer und Holzschnitzer Ottmar Zeiller (auch Ottomar Zeiller, 1868–1921). 1910 wurde die Tochter Johanna geboren. Damals wohnte die Familie in der Poltenhütte. Um die Wohnverhältnisse zu verbessern zog man 1911 in den Oberen Hohlerhof in Heiligkreuz bei Hall. Von hier gab es auch eine bessere Verkehrsanbindung. Für künstlerisches Wirken sowie die Tierhaltung (Enten, Hasen, Ziegen, ein Pony) gab es mehr Platz. 1911 wurde die Tochter Brigitta und 1912 der Sohn Ivo (Geistlicher und Schriftsteller, † 1942) geboren. Das Ehepaar trennte sich 1919 und ließ sich 1920 scheiden. Brigitta wurde Fotografin und pflegte ihre Mutter später nach Schlaganfällen. Zeiller-Uchatius wohnte zuletzt in Solbad Hall (Reimmichlstraße 1), sie starb mit 76 Jahren im LKH Innsbruck.
Werk
Die Arbeiten von Maria Zeiller-Uchatius waren von ihrer Ausbildung in Wien, von der Wiener Secession und vom Japonismus beeinflusst. Noch während des Studiums illustrierte sie 1904 die Zeitschrift „Der liebe Augustin“ (Hefte 9 und 11). Sie entwarf Spielzeug und Dekor-Papiere, die ab 1906 in der Fachpresse veröffentlicht wurden. Im Jahr 1906 fertigte sie Entwürfe für Holzspielzeug in Form von Tierfiguren für den Verlag Coubil in Paris. Anschließend unternahm sie Studienreisen nach Paris und New York und war kurze Zeit im Lehrmittelbureau für gewerbliche Unterrichtsanstalten tätig. Ab Januar 1909 unterrichtete sie an der 1872 gegründeten, ab 1907 in Wolkenstein ansässigen, Kunst- und Schnitzschule Sankt Ulrich im Grödnertal. Dort lernte sie Ottmar Zeiller kennen. Mit ihm gemeinsam stellte sie Holzspielzeug her, dass auch nach London exportiert wurde. Ab 1910 lehrte sie als Vertragslehrerin für Malen und Zeichnen, ab 1920 bis zur Pensionierung 1934 als Professorin an der Staatsgewerbeschule Innsbruck. Sie leitete den offenen Zeichensaal und verschiedene Kunstfächer.
Arbeiten (Auswahl)
Decke für eine Zeitschrift, 1902
Holzschnitt
Karpfen, Tuschezeichnung, um 1903.
Käfer, Tuschezeichnung, aquarelliert
drei Glas-Schalen, um 1903
Studien von Mizzi von Uchatius, 1904
Studien von Mizzi von Uchatius, 1904
Holzschnitt, 1904
Spielzeug-Pferdewagen aus Holz, vor 1905
Spielzeug-Bauerhof aus Holz, vor 1905
Bauerndorf aus Holz, vor 1905
Spielzeug-Tiere aus Holz, vor 1905
Buntpapier, 1905
Vorsatzpapier (Handdruck), 1905
Vorsatzpapier (Handdruck), 1905
Vorsatzpapier (Handdruck), 1905
Vorsatzpapier (Handdruck), 1905
Buntpapier, 1905
Plakat „Fattinger Hundekuchen“, vor 1906
Malerei auf Pergament, vor 1907
Vorsatzpapier (Handdruck), undatiert
Vorsatzpapier (Handdruck), undatiert
Vorsatzpapier (Handdruck), undatiert
Buntpapier, undatiert
Illustration Am Bergquell, 1924
Illustration: Was Tiere erleben. Bilder aus der heimatlichen Tierwelt, 1925
Silvie Aigner: Stadt der Frauen. Künstlerinnen in Wien von 1900 bis 1938. Ausstellungskatalog. Unteres Belvedere 2019. Prestel Verlag, München 2019, ISBN 978-3-7913-5865-9, S. 150, 292, 299.
Bernhard Denscher: Gebrauchsgrafik aus Österreich. 51 Lebensläufe, Aesculus Verlag, Wolkersdorf 2022. ISBN 978-3-200-07991-5
12345678910Wiltschnigg, Elfriede: Zeiller-Uchatius, Maria, in: Andreas Beyer, Bénédicte Savoy and Wolf Tegethoff (Hrsg.): Allgemeines Künstlerlexikon, Internationale Künstlerdatenbank, Online, K. G. Saur, Berlin, New York 2022.
↑Stag, Inventarnummer: 1978.533, The Metropolitan Museum of Art, online, abgerufen am 19. März 2023.
12Silvie Aigner: Stadt der Frauen. Künstlerinnen in Wien von 1900 bis 1938. Ausstellungskatalog. Unteres Belvedere 2019. Prestel-Verlag, München 2019, S. 150.
↑Fotografie von drei Glas-Schalen nach Entwürfen von Otto Hofner und Marie Uchatius, ausgeführt von J. & L. Lobmeyr, Inventarnummer: KI 7571-54, MAK Wien, Sammlung online, abgerufen am 19. März 2023.