Marian Foitzik (* 6. Februar 1938) ist ein ehemaliger deutscher Fußballspieler. Der Abwehrspieler hat in den Jahren 1955 bis 1959 bei den Vereinen Eintracht Trier und 1. FC Saarbrücken insgesamt 71 Spiele (5 Tore) in der damals erstklassigen Fußball-Oberliga Südwest absolviert. Nach seinem Wechsel nach Norddeutschland kamen bei den Vereinen VfL Wolfsburg und SV Arminia Hannover von 1963 bis 1966 in der damals zweitklassigen Fußball-Regionalliga Nord noch 54 Ligaeinsätze mit zwei Toren hinzu.
Bereits bei den A-Junioren ragte das Talent des Nachwuchsspielers Marian Foitzik bei Eintracht Trier heraus. Über die Regionalauswahl von Südwestdeutschland fand er deshalb Aufnahme in die deutsche Jugendnationalmannschaft, welche Ende März 1956 am UEFA-Juniorenturnier in Ungarn teilnahm. Das Trierer Talent wurde vom DFB beim Gruppenspiel am 30. März in Székesfehérvár/Stuhlweißenburg gegen Bulgarien eingesetzt. Beim 1:0-Erfolg der deutschen Jugendauswahl agierte er im damaligen WM-System als Stopper hinter den Angreifern Manfred Berz und Reinhold Wischnowsky.
Kurz nach der Rückkehr aus Ungarn debütierte der A-Junior am 15. April 1956, bei einer 1:3-Heimniederlage gegen den 1. FC Saarbrücken, in der Oberliga Südwest. Vor Torhüter Walter Butscheidt agierte er dabei als Mittelläufer; er hatte Herbert Hilgert und Hans Oberhausen als Außenläufer an seiner Seite.
In seinem ersten Jahr im Seniorenbereich, 1956/57, gehörte er mit 28 Ligaeinsätzen und zwei Toren der Stammbesetzung neben Walter Brech, Rainer Gawell und den Gebrüdern Günter und Heinz Föhr an und die Eintracht belegte im Südwesten den 12. Rang. Am 27. März 1957 wurde das Talent mit dem Einsatz in der Juniorennationalmannschaft U 23 durch den DFB beim Länderspiel gegen Belgien in Essen belohnt. Er wurde beim 4:2-Erfolg in der 2. Halbzeit für den Offenbacher Hermann Nuber als linker Außenläufer eingewechselt, desgleichen Alfred Pyka aus Herne als rechter Läufer für Heinz Wieczorek aus Meiderich.
In seinem zweiten Oberligajahr mit Trier, 1957/58, konnte er mit der Eintracht auf dem 14. Rang nur knapp den Klassenerhalt bewerkstelligen. Dies obwohl mit Mittelläufer Louis Buderus und vor allem Halbstürmer Günter Herrmann Verstärkungen im Moselstadion zum Einsatz gekommen waren. Nach weiteren 25 Ligaeinsätzen mit drei Toren nahm er das Angebot vom 1. FC Saarbrücken an und schloss sich zur Runde 1958/59 der Elf vom Ludwigsparkstadion an.
Sein 17. und letztes Rundenspiel bestritt Foitzik am 8. März 1959 für den 1. FC Saarbrücken bei einer 3:4-Heimniederlage gegen den souveränen Tabellenführer FK Pirmasens. Mit Theo Puff hatte er dabei das Verteidigerpaar gebildet. Pirmasens gewann vor Borussia Neunkirchen und dem 1. FC Kaiserslautern die Meisterschaft und der 1. FC Saarbrücken belegte den 4. Rang. Ab der Runde 1960/61 trat er für den VfL Wolfsburg an, sein weiterer Weg hatte ihn nach Niedersachsen geführt.
Zum Ende der Oberligaära spielte er mit dem VfL drei Runden in der Amateurliga Niedersachsen Ost und gehörte dem Meisterteam 1962/63 an. Damit waren Foitzik und seine Kameraden für die Aufstiegsspiele zur neuen Regionalliga Nord qualifiziert. In der Staffel A ging es gegen Altona 93, SC Victoria Hamburg, SC Leu Braunschweig und den Heider SV. Die Qualifikationsrunde eröffnete der VfL Wolfsburg am 4. Mai 1963 mit einer 1:3-Auswärtsniederlage bei Leu Braunschweig. Trainer Ludwig Lachner hatte als Verteidigerpaar Uwe Funke und Foitzik und im Angriffszentrum Wilfried Kemmer aufgeboten. Da auch sofort noch das zweite Spiel am 12. Mai mit 1:3 gegen Victoria Hamburg verloren ging, schien der Einzug in die zweitklassige Regionalliga bereits verloren zu sein. Nach acht Spielen qualifizierte sich Wolfsburg mit 8:8 Punkten durch das bessere Torverhältnis gegen den punktgleichen SC Leu Braunschweig auf dem 3. Rang für die Regionalliga Nord. Foitzik war in allen acht Qualifikationsspielen für den VfL als linker Verteidiger aufgelaufen.
Auch im Wettbewerb um die deutsche Amateurmeisterschaft schlug der VfL eine gute Klinge. Nach dem Halbfinalerfolg (3:2 n. V.) gegen den Lüner SV verlor man das Endspiel am 6. Juli 1963 in Kassel mit 0:1 gegen die Amateure des VfB Stuttgart.
Im ersten Jahr der zweitklassigen Regionalliga Nord bestritt Foitzik 1963/64 für den VfL Wolfsburg 12 Ligaspiele und erzielte beim Erreichen des 9. Ranges einen Treffer. Trainer Lachner hatte auf das Stammverteidigerpaar Uwe Funke und Waldemar Gust gesetzt.
Zur Saison 1964/65 schloss er sich dem Ligarivalen Arminia Hannover an. Unter dem neuen Arminen-Trainer Horst Witzler erwiesen sich auch die weiteren Neuzugänge Klaus Forbrig als Abwehrchef und Günther Weis mit 13 Toren in 26 Spielen in der Offensive als Verstärkungen. Trotz des Verlustes des überragenden Lothar Ulsaß zu Eintracht Braunschweig belegte die neue Mannschaft von Verteidiger Foitzik den 4. Rang 1964/65 in der Regionalliga Nord. Mit Helmut Kafka hatte er zumeist das Verteidigerpaar gebildet und Forbrig hatte als Abwehrchef – unterstützt durch die Außenläufer Günter Blume und Uwe Witt – den Abwehrverbund angeführt.
In seiner zweiten Runde bei Arminia Hannover, 1965/66, kam Foitzik bei den Blauen vom Stadion am Bischofsholer Damm nur noch in 19 Ligaspielen zum Einsatz. Die Mannschaftskollegen Meinhardt Messner und Heinz Stauvermann wurden von Trainer Witzler bevorzugt als Verteidiger eingesetzt. Da mit Gerhard Elfert, Helmut Kafka und Uwe Witt drei Leistungsträger die Arminia im Sommer 1965 verlassen hatten, konnte die Mannschaft um Torjäger Manfred Hufgard (21 Tore) nicht in den Kampf um die Aufstiegsplätze eingreifen und belegte den 6. Rang.
Marian Foitzik beendete 1966 seine Laufbahn und verzog aus beruflichen Gründen nach Mexiko.
Bei den Fußball-Weltmeisterschaften 1970 und 1986 in Mexiko war Marian Foitzik der Attaché der deutschen Mannschaft. Im Jahr 2016 führte er ein Unternehmen in Puebla.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Foitzik, Marian |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballspieler |
| GEBURTSDATUM | 6. Februar 1938 |