Marianisten

Die katholische Ordensgemeinschaft der Gesellschaft Mariä (kurz Marianisten, lateinisch Societas Mariæ, Ordenskürzel SM) wurde 1817 in Bordeaux gegründet. Priester und Laienbrüder leben in ihr gleichberechtigt nebeneinander und sind als Schulbrüder in Schule, Seelsorge und verschiedenen Berufen tätig. Ihr Gründer war der selige französische Priester Guillaume-Joseph Chaminade, der (zusammen mit Adèle de Batz de Trenquelléon) auch eine gleichnamige Schwesterngemeinschaft ins Leben rief. Die Marianisten tragen kein Ordensgewand, sondern den Ring der Treue und ein besonderes Ansteckkreuz als sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit. Die Hauptverwaltung ist in Rom.

Die 1020 Mitglieder der Gemeinschaft leben und wirken in 30 Ländern der Erde (Argentinien, Bangladesch, Belgien, Brasilien, Chile, Deutschland, Ecuador, Elfenbeinküste, Großbritannien, Frankreich, Guatemala, Indien, Irland, Italien, Japan, Kanada, Kenia, Kolumbien, Kongo, Korea, Kuba, Litauen, Malawi, Mexiko, Österreich, Peru, Polen, Sambia, Schweiz, Spanien, Togo, Tschechien, Tunesien und USA).

Sie arbeiten unter anderem an 95 Schulen, darunter 3 Universitäten, mit 113.000 Schülern, an Entwicklungsprogrammen, in Bildungshäusern und Pfarren.

Aktuelles

Im August 2018 wurde beim 35. Generalkapitel in Rom Pater André Fétis zum Generaloberen der Marianisten gewählt. Beim 36. Generalkapitel im Juli 2024 wurde er in seinem Amt bestätigt. Gleichzeitig wurden Fr. Dennis Bautista (USA, Bildung), Fr. Jérôme Balakiyéma (Togo, Ökonomie) und Pater Pablo Rambaud (Spanien, Geistliches) zu Generalassistenten ernannt bzw. in ihrer Funktion bestätigt. Für die Marianisten in Deutschland und Österreich wurde am 13. August 2018 Pfarrer Helmut Brandstetter zum Regionaloberen ernannt.

Marianisten in Deutschland und Österreich

Die ersten Marianisten wurden 1857 nach Graz gerufen. Heute sind die Marianisten an folgenden Orten vertreten:

Marianisten in der Schweiz

Aktuell betreuen die Schweizer Marianisten in enger Zusammenarbeit mit Laien aus der Marianistischen Familie verschiedene pastorale Projekte.

Generalsuperiore

Bekannte Marianisten

Literatur

Siehe auch

Fußnoten

  1. 1 2 3 4 5 Marianisten unter neuer weltweiter Leitung - Vatican News. 9. August 2018 (vaticannews.va [abgerufen am 23. Oktober 2018]).
  2. ↑ Information für Freunde und Mitglieder der Marianistenfamilie der Schweiz, N° 209, Dezember 2024. In: https://fmarianiste.ch/. Abgerufen am 17. Dezember 2024.
  3. ↑ New General Council of the Society of Mary (Marianists). Unione Superiori Generali, 23. Juli 2024, abgerufen am 7. September 2025.
  4. ↑ Maria Appenzeller: Greisinghof: Besonderes NS-Opfergedenken und neuer Regionaloberer. Abgerufen am 25. Oktober 2018.
  5. ↑ Information für Freunde und Mitglieder der Marianistenfamilie der Schweiz, N° 196, August 2023. In: https://fmarianiste.ch/. Abgerufen am 17. Dezember 2024.
  6. ↑ Arthur Fibicher: Marianisten. In: Helvetia Sacra. Band VIII/2. Basel 1998, S. 226–277.656 f.
  7. ↑ Information für Freunde und Mitglieder der Marianistenfamilie der Schweiz, N° 193, Mai 2019. In: marianistes.ch/marianisten.ch. Abgerufen am 1. Juni 2024.
  8. ↑ Information. Famille marianiste de Suisse. Bulletin pour ses membres et ses amis, N° 210, juillet 2025. In: https://fmarianiste.ch. Abgerufen am 30. August 2025.
  9. ↑ Père André Fétis élu quinzième Supérieur Général de la Société de Marie, 28. Juli 2018, abgerufen am 11. August 2018.
  10. ↑ Roten, Johann G.