
Émilie C. Leblanc, genannt Marichette (* 14. Mai 1863, Memramcook, New Brunswick; † 19. Dezember 1935) war eine frühe „Aktivistin“ der Akadier. In einer Reihe von Briefen, die zwischen 1895 und 1898 veröffentlicht wurden, prangerte sie verschiedene soziale Ungerechtigkeiten in Bezug auf die Lebensbedingungen der Akadier an. Sie gilt als die erste Akadierin, die Frauenrechte forderte.
Sie wurde in ihrem Heimatdorf im Kloster Notre-Dame-du-Sacré-Cœur erzogen. Sie setzte ihre Ausbildung an der Fredericton Normal School fort und begann dann eine Lehrerkarriere in Weymouth, Nova Scotia.
Am bekanntesten ist sie für ihre Serie von 13 Briefen, die sie zwischen 1895 und 1898 in der Zeitung L’Évangéline veröffentlichte, die in der Gegend von Weymouth unter dem Pseudonym Marichette erschienen.
„Marichette“ ist eine arme alte Frau, Mutter vieler Kinder und wenig gebildet. In volkstümlicher Sprache prangert sie verschiedene soziale Ungerechtigkeiten an und behandelt kontroverse Themen wie die Lebensbedingungen der Akadier, fordert das Wahlrecht für Frauen.
Émilie Leblanc konnte eine gewisse gesellschaftliche Debatte auslösen. Ihre Kritik gefiel offensichtlich nicht jedem, und aufgrund zahlreicher gesellschaftlicher Zwänge hörte Émilie Leblanc 1898 mit dem Schreiben auf. Ihre wahre Identität blieb lange Zeit unbekannt.
Nach ihrer Heirat mit Jos Honoré Carrier kehrte sie nach New Brunswick zurück. Sie starb einige Jahre später am 19. Dezember 1935 in Memramcook
Themen der Briefe mit dem Veröffentlichungsdatum von Marichettes:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Marichette |
| ALTERNATIVNAMEN | Leblanc, Émilie C. (wirklicher Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | Aktivistin für Frauenrechte der Akadier (Kanada) |
| GEBURTSDATUM | 14. Mai 1863 |
| GEBURTSORT | Memramcook, New Brunswick, Kanada |
| STERBEDATUM | 19. Dezember 1935 |
| STERBEORT | Memramcook, Kanada |