Marie Petzel (Maria Luise) (* 4. Januar 1835 in Schollene; † 1917 in Weimar) war eine deutsche Lehrerin und Schriftstellerin, die auch unter den Pseudonymen Martin Claudius und Redeatis publizierte.
Sie war die Tochter des Pastors Friedrich Wilhelm Petzel (1802–1874) und seiner Frau Wilhelmine, geborene Lentze (1802–1885) und erhielt ersten Unterricht mit ihren vier Geschwistern bei ihrem Vater. Eine ihrer Schwestern ist die Schriftstellerin Rosa Petzel. Marie bildete sich zur Lehrerin aus und arbeitete lange Jahre in diesem Beruf, zuletzt am Sophienstift in Weimar. 1880 trat sie zur katholischen Kirche über, was zum Verlust dieser Stelle führte. Sie zog nach Berlin, wo ihre Mutter und die Schwestern Minna und Rosa lebten, mit denen sie schriftstellerisch zusammenarbeitete, bis sie unter den Pseudonymen Martin Claudius (das sie mit Mutter und Schwestern teilte) und Redeatis eigene Jugend- und Volksschriften veröffentlichte, die sich an den Lehren der katholischen Kirche ausrichteten. Sie verfasste 95 Hefte mit Kurzen Lebensbildern von Heiligen. Seit 1901 lebte sie mit ihren zwei Schwestern in Loschwitz und zog 1912 nach Weimar.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Petzel, Marie |
| ALTERNATIVNAMEN | Martin Claudius, Redeatis |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Lehrerin und Schriftstellerin |
| GEBURTSDATUM | 4. Januar 1835 |
| GEBURTSORT | Schollene |
| STERBEDATUM | 1917 |
| STERBEORT | Weimar |