Marieta Chirulescu

Marieta Chirulescu (* 1974 in Sibiu) ist eine rumänisch-deutsche Künstlerin und Professorin für Malerei an der Kunstakademie Münster.

Leben

Zunächst studierte Chirulescu in Ungarn an der Kunstakademie in Budapest. Von 1998 bis 2004 setzte sie ihr Studium an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Rolf-Gunter Dienst (Klasse für freie Malerei, freie Grafik/Objektkunst) fort. 2015 hat sie den renommierten Rompreis der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo erhalten. Chirulescu lebt in Berlin und unterrichtet Malerei an der Kunstakademie Münster. Chirulescu hat eine sehr experimentelle Bildsprache entwickelt, für die sie auch das Medium der Fotografie oder Installationen einsetzt.

Werk

Chirulescu "reflektiert in ihren Arbeiten die ästhetischen und konzeptuellen Vorzeichen zeitgenössischer Malerei wie die Konditionen des Bildes in der Gegenwart" wie sie selbst sagt. Ihre Arbeiten sind bevorzugt ungegenständlich, dabei bezieht sie sich auch auf die Anfänge der abstrakten Malerei. Doch mit moderenen Druckverfahren unter Einbezug z. B. von Fotografien, Scans und Screenshots setzt sie einen ganz anderen Akzent. In ihren Arbeiten reproduziert, "zerlegt und löscht" Chirulescu nach ihren Aussagen "vorgefundene Bilder, von denen häufig nur Spuren übrig bleiben". Gleichwohl sind ihre Werke wieder Originale.

Die Betrachter können die Vielschichtigkeit und die zugrundeliegenden Techniken (Ölmalerei, Fotografie, Kopierverfahren) nicht sofort erkennenund sind sehr gefordert. Einzelne Werketeile verwendet die Künstlerin wieder und wieder, bis zur "Erschöpfung des Motivs". Spuren von Kratzern, Staub, Knicke oder Schatten bleiben sichtbar, sind aber nicht unbedingt zuordenbar.

Auszeichnungen

Ausstellungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 Chirulescu, Marieta. In: kunstakademie-muenster.de. Abgerufen am 13. April 2026.
  2. 1 2 Natalie de Ligt: Marieta Chirulescu. Hrsg.: Kunsthalle Mainz. Verlag für moderne Kunst, Nürnberg 2009, ISBN 978-3-941185-80-7.
  3. ↑ Naoko Kaltschmidt: Rahmenhandlungen. In: Kunsthalle Mainz (Hrsg.): Marieta Chirulescu. Verlag für moderne Kunst Nürnberg, Nürnberg 2009, ISBN 978-3-941185-80-7.
  4. ↑ Marieta Chirulescu: Biographie. Abgerufen am 17. Februar 2026.
  5. 1 2 3 marieta chirulescu - Artists - Kurimanzutto. Abgerufen am 17. Februar 2026.
  6. ↑ Private Life | Foksal Gallery Foundation. Abgerufen am 17. Februar 2026.
  7. ↑ marieta chirulescu - Exhibitions - Kurimanzutto. Abgerufen am 17. Februar 2026.
Personendaten
NAME Chirulescu, Marieta
KURZBESCHREIBUNG rumänisch-deutsche Künstlerin und Professorin für Malerei
GEBURTSDATUM 1974
GEBURTSORT Sibiu