Mario Roggero ist ein Juwelier aus Grinzane Cavour in der italienischen Region Piemont. Er wurde wegen der Tötung zweier flüchtender Räuber nach einem Überfall auf sein Juweliergeschäft verurteilt. Der Fall wurde in der italienischen Politik aufgegriffen.
Am 28. April 2021 wurde auf Roggeros Juweliergeschäft ein Raubüberfall verübt. Als die Täter flohen, zog er seine Pistole und schoss auf sie. Zwei der Männer starben an den Schüssen in den Rücken, der dritte überlebte schwer verletzt. Es stellte sich heraus, dass die Räuber mit einer Spielzeugpistole und mit Messern bewaffnet waren. Roggero plädierte darauf, dass er in Notwehr gehandelt habe.
Das Gericht in Asti verurteilte den Juwelier im Jahr 2023 zu 17 Jahren Haft und einer Zahlung von 280.000 € an die Hinterbliebenen der beiden getöteten Räuber. Die Staatsanwaltschaft warf dem Geschäftsmann vor, er habe eine Hinrichtung durchgeführt. Der Kassationsgerichtshof reduzierte die Haftstrafe später auf 14 Jahre und 9 Monate, erhöhte jedoch die Zahlung an die Hinterbliebenen auf 480.000 €.
Im Umfeld des ersten Gerichtsverfahrens verteidigte Matteo Salvini das Handeln des Juweliers und sicherte ihm seine volle Unterstützung zu. Anlässlich des zweiten Verfahrens bekräftigte er ein weiteres Mal seine Unterstützung und wollte Roggero für die Lega bei einer Wahl antreten lassen.
Die rechten Regierungsparteien des Kabinett Meloni forderten den italienischen Staatspräsidenten auf, den Juwelier zu begnadigen. Sergio Mattarella antwortete auf dieses Begehren, er werde sich in der Frage nicht drängen lassen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Roggero, Mario |
| KURZBESCHREIBUNG | italienischer Juwelier |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |