Mario Wirz

Der Dichter Mario Wirz (1956–2013)

Mario Wirz (* 3. Dezember 1956 als Volker Wirz in Marburg an der Lahn; † 30. Mai 2013 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller und Schauspieler.

Leben

Seine Kindheit verbrachte Mario Wirz im hessischen Frankenberg. Nach dem Abitur absolvierte er in Berlin eine Ausbildung zum Schauspieler. Es folgten Engagements an verschiedenen Theatern als Schauspieler und Regisseur, u. a. an der Vagantenbühne in Berlin und am Stadttheater in Kiel.

Von 1981 bis 1984 übernahm Mario Wirz ein Engagement am Jugendtheater Kiel, das unter der Leitung des österreichischen Dramatikers Peter Slavik neue und aufregende Wege jenseits aller Kinder- und Jugendtheater-Klischees suchte.

1982 erschien der erste Lyrikband von Mario Wirz. Im selben Jahr debütierte er auch als Dramatiker mit seinem ersten Theaterstück „Atemlos“ am Jugendtheater Kiel. 1983 folgten die Uraufführung von „Bella Italia“ und „Häuser“ (Co-Autor: Peter Slavik), ebenfalls am Jugendtheater Kiel.

1984 kehrte Mario Wirz nach Berlin zurück und arbeitete dort als Schauspieler und Regisseur. 1985 inszenierte er am „Theaterra“ in Berlin sein Theaterstück „Morgen ist auch kein Tag“.

Seinen Durchbruch als Autor hatte Mario Wirz 1992 mit seinem Roman „Es ist spät, ich kann nicht atmen. Ein nächtlicher Bericht“, der, wie auch einige seiner späteren Werke, seine HIV-Infektion thematisierte. Die Welt schrieb: „Mario Wirz weist sich auch mit diesem Band als einer der begabtesten Literaten deutscher Sprache aus.“

Mario Wirz´ Prosa und Lyrik erschienen im Aufbau-Verlag. Übersetzungen von Wirz’ Werken sind in Frankreich, den USA, Griechenland, der Ukraine, Italien und Ungarn erschienen.

Am 30. Mai 2013 verstarb Wirz an den Folgen einer Krebserkrankung in Berlin. 2014 erschien der Kurzfilm Mario Wirz von Rosa von Praunheim, der sechs Wochen vor dem Tod des Autors am 16. April 2013 gedreht wurde. Während eines Spazierganges reflektieren beide über das Leben und das Sterben. Mario Wirz hatte 1989 mit Rosa von Praunheim zusammengearbeitet, als der dessen Film über AIDS in den USA auf Deutsch einsprach.

Werke

Prosa

Lyrik

Theaterstücke (Auswahl)

Stipendien und Preise

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Autor Mario Wirz gestorben. In: Frankfurter Rundschau. 31. Mai 2013.
  2. 1 2 Mario Wirz: Ich rufe die Wölfe. Gedichte. Aufbau-Verlag, Berlin 1993, ISBN 3-351-02227-1, S. 80 (biographische Angaben zum Autor).
  3. ↑ Mario Wirz - Autorenlexikon. Abgerufen am 27. März 2023.
  4. ↑ Zitiert nach Mario Wirz: Ich rufe die Wölfe. Gedichte. Aufbau-Verlag, Berlin 1993, S. 80.
  5. ↑ Holger Wicht: „Der Tod hat keine Macht über das Glück“. In: magazin.hiv. 3. April 2013, abgerufen am 7. Dezember 2023 (deutsch).
  6. ↑ Holger Wicht: Lob des toten Dichters. In: magazin.hiv. 8. Juni 2013, abgerufen am 7. Dezember 2023 (deutsch).
  7. ↑ Deutsche Aidshilfe: Mario Wirz: „Ich bin blond und unsterblich“ (Memento vom 30. Juni 2013 im Webarchiv archive.today)
  8. ↑ Axel Schock: „Lehre mich wachsen, Baum“. In: magazin.hiv. 3. Juli 2013, abgerufen am 11. Mai 2023 (deutsch).
Personendaten
NAME Wirz, Mario
ALTERNATIVNAMEN Wirz, Volker (Geburtsname)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Schriftsteller und Schauspieler
GEBURTSDATUM 3. Dezember 1956
GEBURTSORT Marburg an der Lahn
STERBEDATUM 30. Mai 2013
STERBEORT Berlin