Mark Roseman

Mark Roseman (* 1958 in London) ist ein britischer Historiker. Er ist Professor für Neuere Geschichte und lehrte an der Universität von Southampton. Roseman lehrt heute an der Indiana University in Bloomington/USA.

Leben

Mark Roseman studierte zunächst von 1976 bis 1979 Geschichte am Christ’s College (Cambridge), wo er mit dem Bachelor of Arts abschloss. Anschließend setzte er von 1980 bis 1988 seine Studien an der University of Warwick fort und wurde dort mit einer Dissertation über den Wiederaufbau des Bergbaus im Ruhrgebiet nach dem Zweiten Weltkrieg zum Ph.D. promoviert.

Roseman lehrte zunächst als Lecturer für Deutsche Geschichte an der Aston University (1984–1989) und danach als Lecturer (1989–1994) und Senior Lecturer (1994–2000) für Neuere Geschichte an der Keele University. Von 2000 bis 2003 war er Professor für Neuere Geschichte an der University of Southampton. Seit 2004 lehrt er Geschichte an der Indiana University Bloomington (Pat M Glazer Chair of Jewish Studies). 2018 wurde er dort zum Distinguished Professor ernannt.

Als Publizist und Wissenschaftler arbeitet Roseman seit Jahren im Bereich der Quellenforschung und analysiert den Stand der historischen Forschung zu Holocaust und NS-Bürokratie, wie unter anderem in seiner Publikation zur Wannsee-Konferenz. Die bundesdeutsche und europäische Geschichte nach 1945 ist ein weiteres Spezialgebiet Rosemans.

Marianne Strauß-Ellenbogen

2000 veröffentlichte er ein Buch über Marianne Strauß-Ellenbogen, eine deutsche Jüdin aus Essen, die zwischen 1943 und 1945 in Deutschland vom Essener Bund – Gemeinschaft für sozialistisches Leben versteckt wurde und durch diese Judenhelfer überlebte. 2002 erschien das Buch in deutscher Übersetzung. Für dieses Werk erhielt er etliche Preise.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. 1 2 CV. In: history.indiana.edu. (PDF) Abgerufen am 17. Juni 2025.
  2. ↑ Wolfgang Benz: Idealisten in dunkler Zeit. Rezension. In: SZ, 20. Juli 2020, S. 12.