Markus Draper (* 1969 als Markus Richter in Görlitz) ist ein zeitgenössischer deutscher Künstler.
Von 1991 bis 1996 studierte Draper Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden, von 1998 bis 2000 als Meisterschüler bei Professor Ralf Kerbach. Draper geht über die Malerei auf Leinwand hinaus. Er nutzt verschiedene Medien, um alltägliches Bildmaterial zu bearbeiten, das er Printmedien oder dem Fernsehen entnimmt. „Im Prozess der Veränderung [erfahren seine Arbeiten] eine neue Ästhetik zwischen Realität und Abstraktion.“
Im Gemäldezyklus „Demotape“ (2013) sowie in den umfangreichen Installationen „Rentfort Nord“ (2011) und „Inge zu Fuß zur Arbeit“ (2015) reflektiert Draper prägende Ereignisse der jüngeren deutschen Geschichte wie die Leipziger Montagsdemonstration vom 9. Oktober 1989, die Geiselnahme von Gladbeck oder die Aufnahme von RAF-Aussteigern in der DDR. „Bedeutende geschichtliche Ereignisse neu zu betrachten, dabei Ambivalenzen herauszuarbeiten und zuzulassen, das ist ein zentrales Anliegen in Drapers Werk.“ Dabei wird der Betrachter „dank Drapers Kunst zum Spurensucher, zum Archäologen seiner eigenen Geschichte“.
In seiner jüngsten Arbeit, „Haus in der Nähe eines großen Waldes“ (2023), lässt Draper eine Fliege Hintergründe zu Wladimir Putins ehemaliger Arbeitsstätte, der KGB-Residentur, in Dresden erzählen.
Andauernde Vorhaben sind die Schaffung von Bilderzyklen zur Eruption des Vulkans Mount St. Helens im Jahr 1980 und den Konfettiparaden in New York.
Werke von Draper befinden sich unter anderem in den Sammlungen der Galerie Neue Meister der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im Albertinum, dem Museum Folkwang, Essen und in der Berlinischen Galerie, Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur, Berlin.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Draper, Markus |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Maler |
| GEBURTSDATUM | 1969 |
| GEBURTSORT | Görlitz |