Markus Enders

Markus Enders (2026)

Markus Enders (* 2. September 1963 in Fulda) ist ein deutscher Philosoph und römisch-katholischer Theologe. Er ist seit 2001 Professor für Christliche Religionsphilosophie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

Leben

Von 1983 bis 1989 studierte Markus Enders Philosophie, katholische Theologie, Religionswissenschaft und Germanistik in Freiburg im Breisgau und München. Markus Enders war von 1985 bis 1989 Stipendiat der Bischöflichen Studienförderung des Cusanuswerks für das Fach Philosophie. Sein Philosophiestudium schloss er 1988 mit dem Erwerb des Magister Artium ab, 1989 folgte der Abschluss des Studiums der Katholischen Theologie mit dem Erwerb des Diploms. 1991 erfolgte seine Promotion in Philosophie zum Thema „Das mystische Wissen bei Heinrich Seuse“ bei Werner Beierwaltes. Er wirkte von 1992 bis 1998 als wissenschaftlicher Assistent und von 1998 bis 1999 als wissenschaftlicher Oberassistent am Lehrstuhl für Philosophie III von Werner Beierwaltes am Institut für Philosophie der Ludwigs-Maximilians-Universität München und habilitierte sich 1997 im Fach Philosophie mit einer Arbeit zum Thema „Wahrheit und Notwendigkeit. Die Theorie der Wahrheit bei Anselm von Canterbury im Gesamtzusammenhang seines Denkens und unter Berücksichtigung seiner antiken Quellen (Aristoteles, Cicero, Augustinus, Boethius)“. 1999 folgte die Promotion in katholischer Theologie über das Thema „Transzendenz und Welt. Das daseinshermeneutische Transzendenz- und Welt-Verständnis Martin Heideggers auf dem Hintergrund der neuzeitlichen Geschichte des Transzendenzbegriffs“ bei Richard Heinzmann. Von 1999 bis 2001 war Markus Enders Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Nach einem von ihm abgelehnten Ruf an die Theologische Fakultät Fulda übernahm Markus Enders 2001 als Nachfolger von Bernhard Casper, Klaus Hemmerle und Bernhard Welte den Lehrstuhl für Christliche Religionsphilosophie an der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. 2009 erfolgte die Ernennung zum Adjunct Professor (mit den Areas of specialization: Philosophy of Religion, Ancient and Medieval Philosophy, German Mysticism) am Department of Philosophy, Faculty of Arts, der Memorial University of Newfoundland in St. John’s (Neufundland). Im Jahr 2013 erhielt er einen Ruf auf die Professur für Philosophische Grundfragen der Theologie an der Theologischen Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, den er ablehnte. Im akademischen Jahr 2014/15 war Markus Enders Dekan der Theologischen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Im Juli 2017 wurde er als ordentliches Mitglied in die Philosophisch-Historische Klasse der Heidelberger Akademie der Wissenschaften aufgenommen.

Markus Enders ist verheiratet und hat drei Kinder.

Wirken

Schwerpunkte von Markus Enders in Lehre und Forschung sind:

Zusammen mit Rolf Kühn gründete er 2010 die drittmittelfinanzierte Forschungsstelle für jüngere französische Religionsphilosophie am Arbeitsbereich Christliche Religionsphilosophie, deren stellvertretende Leitung er seitdem innehat.

Seit 2012 ist er Erster Vorsitzender der Bernhard-Welte-Gesellschaft e. V.

Seit 2017 ist Markus Enders Ordentliches Mitglied der Philosophisch-Historischen Klasse der Heidelberger Akademie der Wissenschaften.

Seit April 2020 ist Markus Enders als Nachfolger von Jens Halfwassen (gest. 2020) Leiter der Heidelberger Arbeitsstelle der Karl-Jaspers-Gesamtausgabe der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

Gastdozenturen

Ausgewählte Mitgliedschaften

Ausgewählte Publikationen

Monographien

Herausgeberschaften von Einzelbänden

Herausgeberschaften von Zeitschriften und Reihen

Herausgeberschaften von Editionen

Personendaten
NAME Enders, Markus
KURZBESCHREIBUNG deutscher römisch-katholischer Theologe und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 2. September 1963
GEBURTSORT Fulda