Markus Lutz

Markus Lutz

Markus Lutz (* 9. Juli 1772 in Basel; † 19. Oktober 1835 in Läufelfingen; heimatberechtigt in Basel) war ein reformierter Schweizer Theologe und Historiker.

Leben und Werk

Titelblatt: Wegweiser durch die Schweizerische Eidsgenossenschaft, sammt Nachrichten für Reisende über Postenlauf, Geldeswerth und Gasthöfe in den Hauptorten der Schweiz. 1822

Markus Lutz, Sohn eines Schuhmachers und späteren Gerichtsweibels, studierte von 1792 bis 1796 Theologie an der Universität Basel. 1794 war er Hauslehrer in Signau und 1795 Oberlehrer in Büren an der Aare, von 1796 bis 1798 Pfarrvikar in Rothenfluh. Von 1798 bis zu seinem Tod 1835 wirkte er als Pfarrer in Läufelfingen. Er war Gründungsmitglied der Schweizerischen Geschichtforschenden Gesellschaft, Mitglied der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft und Inspektor der Schule Rothenfluh.

Lutz veröffentlichte neben belehrenden Schriften (ähnlich Jeremias Gotthelf) zahlreiche historisch-geografische Bücher, darunter die mehrfach aufgelegte Vollständige Beschreibung des Schweizerlandes, oder, Geographisch-statistisches Hand-Lexikon… (1827–1835, erste kürzere Fassung 1822). Ferner verfasste er mehrere Schulbücher und gab von 1827 bis 1831 die Zeitschrift Rauracis heraus. Er besass eine umfangreiche Privatbibliothek (heute in der Universitätsbibliothek Basel) und sammelte Archivalien. Während der Trennungswirren 1832–1833 behielt er im Unterschied zu den meisten Basler Landpfarrern seine Stelle in Läufelfingen, da er mit der Freiheitsbewegung sympathisierte.

Werke (Auswahl)

Literatur

Wikisource: Markus Lutz – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. ↑ Siehe Nachweis der Digitalisate und der Inhaltsverzeichnisse in
    Wikisource: Rauracis – Quellen und Volltexte