Marlene Fuchs

Marlene Fuchs


Marlene Fuchs beim Länderkampf 1969 Rumänien – Deutschland

Nation Deutschland Bundesrepublik BR Deutschland
Geburtstag 31. März 1942
Geburtsort Euskirchen, Deutschland
Beruf Turnlehrerin
Sterbedatum 4. Oktober 2026
Sterbeort Euskirchen, Deutschland
Karriere
Disziplin Kugelstoßen
Bestleistung 17,54 m
Verein TSC Euskirchen (1952–1957, seit 1965)
LGO Euskirchen (1958–1964)
Trainer Gerd Osenberg
Medaillenspiegel
Deutsche Meisterschaften 8 × Goldmedaille 5 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
Deutsche Hallenmeisterschaften 8 × Goldmedaille 2 × Silbermedaille 1 × Bronzemedaille
letzte Änderung: 7. Juni 2021

Marlene Fuchs, geb. Klein (* 31. März 1942 in Euskirchen; † 4. Oktober 2026 ebenda), ist eine ehemalige deutsche Leichtathletin und Olympiateilnehmerin, die in den 1960er- und frühen 1970er-Jahren als Kugelstoßerin erfolgreich war. Sie gewann 16 Mal bei deutschen Meisterschaften.

Leben

Marlene Fuchs wuchs zusammen mit ihrem Bruder und ihrer Schwester im Euskirchener Stadtteil Großbüllesheim auf, wo ihre Eltern ein Lebensmittelgeschäft betrieben. Ihr sportliches Talent trat erstmals im Jahr 1952 zutage, als die Zehnjährige bei den Bundesjugendspielen die beste Punktzahl im Dreikampf erzielte. Daraufhin trat sie dem TSC Euskirchen bei. Gefördert wurde sie von ihrem Vater, der sie zu allen Wettkämpfen begleitete, von Verbandssportlehrer Werner Frey und später von dem Leverkusener Startrainer Gerd Osenberg, obwohl sie immer für Euskirchen startete. Ihren ersten Wettkampf bestritt sie 1957 bei den Jugendmeisterschaften in Schweinfurt. 1958 wechselte sie zur LGO Euskirchen. Zwei Jahre später konnte sie ihren ersten Titel im Kugelstoßen und im Diskuswurf gewinnen. 1960 wurde sie für ihre Leistungen im Fünfkampf sowie in den Wurfdisziplinen mit einer Freifahrkarte zu den Olympischen Spielen in Rom belohnt, nahm dort aber nicht an den Wettkämpfen teil.

Die Qualifikation für die Olympischen Spiele 1964 in Tokio verpasste sie um neun Zentimeter. Daraufhin kehrte sie zum TSC Euskirchen zurück. Vier Jahre später gelang ihr die Qualifikation für die Olympischen Spiele 1968 in Mexiko-Stadt, wo sie den Endkampf erreichte und mit 17,11 m auf Platz sieben kam.

Zwischen 1961 und 1972 bestritt sie insgesamt 40 Länderkämpfe. Ihre persönliche Bestleistung liegt bei 17,54 m.

Fuchs war freiberuflich als Kinder-Turnlehrerin tätig. Sie ist seit 1966 verheiratet und hat zwei Kinder.

Leistungen

Jahr196119621963196419651966196719681969197019711972
Freiluft, Weite (m)Zweite14,82Zweite16,0116,08Zweite16,5816,77Zweite17,2517,0416,50
Halle, Weite (m)DritteZweiteZweite15,3316,3215,7415,1116,5316,1816,8916,88

Hinzu kommen ein zweiter (1964) und ein dritter (1967) Platz im Diskuswurf.

Im Jahr 1967 vertrat sie Deutschland beim Semifinale des Europacups in Wuppertal und kam mit 16,16 m auf Platz drei.

Marlene Fuchs galt in ihrer Zeit als die beste Kugelstoßerin Westeuropas. Gegen die übermächtige Konkurrenz aus Osteuropa konnte sie jedoch nichts ausrichten.

Quellen

Einzelnachweise

  1. ↑ Leichtathletik - Deutsche Meisterschaften (Kugelstoßen - Damen). In: Sport-komplett.de. Abgerufen am 20. September 2020.
Personendaten
NAME Fuchs, Marlene
ALTERNATIVNAMEN Klein, Marlene (Geburtsname)
KURZBESCHREIBUNG deutsche Leichtathletin
GEBURTSDATUM 31. März 1942
GEBURTSORT Euskirchen
STERBEDATUM 4. Oktober 2026
STERBEORT Euskirchen