Marlis Prinzing

Marlis Prinzing (2017)

Marlis Prinzing (* 7. Februar 1962 in Geislingen an der Steige) ist eine deutsche Medienwissenschaftlerin, Autorin und Hochschullehrerin.

Leben

Marlis Prinzing studierte an den Universitäten Regensburg und Tübingen Geschichte, Politikwissenschaft sowie Mathematik. 1988 promovierte sie in Stuttgart summa cum laude mit der Arbeit Strom für das Neckarland. Die Geschichte der Neckarwerke von 1900 bis 1945. Ein Beitrag zur Geschichte der Elektrifizierung im Neckarraum und erhielt dafür den ABB-Wissenschaftspreis.

Ihre journalistische Tätigkeit begann sie bei der Neuen Württembergischen Zeitung (NWZ) in Göppingen, bei Radio 7 und bei der Südwest Presse in Ulm. Gleichzeitig arbeitete sie als freie Journalistin für Blätter wie Die Zeit, die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, für den Rheinischen Merkur, die Neue Zürcher Zeitung, das St. Galler Tagblatt und den Kölner Stadt-Anzeiger.

Von 1998 bis 2007 moderierte sie die Gesprächsreihe „Das rote Sofa. Menschen, die bewegen“, die sie dann auch über ein eigenes Medienbüro betrieb. Unter ihren Gästen waren u. a. Lea Ackermann, Marcia Haydee, Dieter Hildebrandt, Günther Oettinger, Leoluca Orlando, Annette Schavan und Berthold Schenk-Graf von Stauffenberg.

2005–2007 war sie Projektleiterin am Europäischen Journalismusobservatorium der Universität Lugano; 2007 wurde sie Lektorin (Dozentin) im Departement Medien- und Kommunikationswissenschaft der Universität Freiburg (Schweiz); bis heute vertritt sie dort das Fach Medienethik – ebenso wie an der Universität Zürich (seit 2021). Lehraufträge erhielt sie ferner u. a. an den Universitäten Tübingen (2003–2010), Bern (2006–2009), Friedrichshafen (2007–2010).

2009 wurde sie als Professorin für Journalistik an die Kölner Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation berufen; dort wurde sie unter anderem mit der Leitung des Studiengangs Journalistik des Standorts betraut, dann auch standortübergreifend, sowie mit dem Aufbau des Masters Journalistik und konzentrierte sich hochschulweit auf den Forschungsbereich als Vorsitzende der Forschungskommission sowie des Forschungsvereins der Hochschule; gegenwärtig leitet sie die Business-Fakultät in Köln und ist dort zudem Studiendekanin.

Sie ist Initiantin der Charta für eine Öffentliche Kommunikationswissenschaft.

Prinzing hat zwei Kinder, ist mit dem Schweizer Medienwissenschaftler Roger Blum verheiratet und lebt in Köln und in Süßen.

Ehrungen und Auszeichnungen

Schriften

Als Autorin

Als Herausgeberin

Einzelnachweise

  1. ↑ Marlis Prinzing. Abgerufen am 24. Oktober 2024.
  2. ↑ Marlis Prinzing. In: das-rote-sofa.de. Abgerufen am 10. Oktober 2023.
  3. ↑ Prof. Dr. Marlis Prinzing. In: macromedia-fachhochschule.de. Abgerufen am 10. Oktober 2023.
  4. 1 2 Öffentliche Kommunikationswissenschaft. Abgerufen am 19. Februar 2022 (deutsch).
  5. ↑ Emeritus – Prof. Dr. Roger Blum. In: unibe.ch. Archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 20. Mai 2013; abgerufen am 10. Oktober 2023.
  6. ↑ ABB-Wissenschaftspreis 2000
  7. ↑ Die Ahrtalflut 2021 aus Betroffenen- und Mediensicht. Abgerufen am 24. Oktober 2024 (deutsch).
  8. ↑ Marlis Prinzing: Das Unbehagen an der Ukraine-Berichterstattung – Acht Beobachtungen. In: Krieg der Narrative. De Gruyter, 2024, ISBN 978-3-11-133150-8, S. 249–262, doi:10.1515/9783111331508-018/html (degruyter.com [abgerufen am 24. Oktober 2024]).
  9. ↑ Medien und Wahrheit in digitalen Zeiten. Abgerufen am 19. Februar 2022.
  10. ↑ Digitaler Strukturwandel der Öffentlichkeit: Historische Verortung, Modelle und Konsequenzen. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2020, ISBN 978-3-658-32133-8.
  11. ↑ Ethik als Schlüssel für Medienvertrauen. Abgerufen am 19. Februar 2022.
  12. ↑ Petra Grimm, Oliver Zöllner: Digitalisierung und Demokratie. 17. September 2020, abgerufen am 19. Februar 2022.
  13. ↑ Marlis Prinzing: Emotion (Teil 22). In: Communicatio Socialis. Band 53, Nr. 4, 2020, ISSN 0010-3497, S. 494–501, doi:10.5771/0010-3497-2020-4-494 (nomos-elibrary.de [abgerufen am 19. Februar 2022]).
  14. ↑ Aufgeklärt und selbstbestimmt: Vorschlag für eine Strategie zu ethisch orientiert gestalteten digitalen Kommunikationsräumen
  15. ↑ Prinzing, Marlis: Montiert Jalousien ans digitale Glashaus! Digitale Ethik liefert den Kompass für eine aufgeklärte, kommunikationskompetente Mediengesellschaft. (PDF) In: Katholische Militärseelsorge. Katholischer Militärbischof für die Deutsche Bundeswehr, 6. August 2018, abgerufen am 20. Dezember 2021.
Personendaten
NAME Prinzing, Marlis
KURZBESCHREIBUNG deutsche Hochschullehrerin, Journalistin und Autorin
GEBURTSDATUM 7. Februar 1962
GEBURTSORT Geislingen an der Steige