Maronenweber

Maronenweber

Maronenweber (Ploceus rubiginosus), Männchen

Systematik
Ordnung: Sperlingsvögel (Passeriformes)
Unterordnung: Singvögel (Passeri)
Familie: Webervögel (Ploceidae)
Unterfamilie: Ploceinae
Gattung: Ammerweber (Ploceus)
Art: Maronenweber
Wissenschaftlicher Name
Ploceus rubiginosus
Rüppell, 1840
Weibchen

Der Maronenweber (Ploceus rubiginosus) zählt innerhalb der Familie der Webervögel (Ploceidae) zur Gattung der Ammerweber (Ploceus).

Der Vogel kommt in Ostafrika und im Südwesten Afrikas vor in Äthiopien, Dschibuti, Kenia, Namibia und Tansania.

Das Verbreitungsgebiet umfasst meist trockene baum- oder buschbestandene Lebensräume, gerne Akazien meist unterhalb 2000 m Höhe.

Der lateinische Artzusatz kommt von lateinisch rubigo ‚Rost‘ und lateinisch rubiginosus ‚voller Rost, rostfarben‘.

Merkmale

Die Art ist 14 cm groß, das Männchen wiegt zwischen 28 und 27, das Weibchen zwischen 25 und 31 g. Das Männchen ist im Brutkleid charakteristisch mit scharf abgesetztem schwarzen Kopf gegen den dunkel kastanienbraunen Rücken und Unterseite. Flügel und Schwanz sind schwärzlich, an den Spitzen gelbbraun oder gelb begrenzt. Der ähnliche Maronensperling ist deutlich kleiner und hat ein sehr dunkelbraunes Gesicht. Im Schlichtkleid ist das Männchen wie das Weibchen und Jungvögel brauner gefiedert als andere Webervögel, schwarz gestreift auf der Oberseite und weiß auf der Unterseite und dem Bürzel mit breitem gelbbraunem Brustband, schwarz gestrichelt.

Geografische Variation

Es werden folgende Unterarten anerkannt:

Stimme

Der Gesang des Männchens wird als sehr kurzes trockenes, an Quelea erinnerndes Zischen beschrieben.

Lebensweise

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Samen, meist Grassamen, auch Insekten einschließlich Termiten, aber auch Nektar von Aloen.

Die Brutzeit liegt im Oktober in Äthiopien, im Mai in Somalia, zwischen Mai und Juli in Uganda, zwischen April und Juli in Kenia. Ein Teil ist Standvogel, ein anderer Zugvogel oder auch umherziehend.

Die Art ist polygam und polygyn, brütet in großen Kolonien.

Gefährdungssituation

Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).

Literatur

Wikispecies: Maronenweber – Artenverzeichnis
Commons: Maronenweber – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Maronenweber (Ploceus rubiginosus) bei Avibase
  2. ↑ P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF
  3. 1 2 3 4 5 A. J. F. K. Craig: Chestnut Weaver (Ploceus rubiginosus), version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie und E. de Juana (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Ploceus rubiginosus
  4. 1 2 3 4 T. Stevenson, J. Fanshawe: Birds of East Africa. Kenya, Tanzania, Uganda, Rwanda, and Burundi. Princeton University Press, 2002, ISBN 978-0-691-12665-4.
  5. ↑ J. A. Jobling: A Dictionary of Scientific Bird Names. Oxford University Press. 1991. ISBN 0-19-854634-3.
  6. ↑ AviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025
  7. ↑ IOC World Bird List 15.2 Old World sparrows, snowfinches, weavers
  8. ↑ Ploceus rubiginosus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2024. Eingestellt von: BirdLife International, 2024. Abgerufen am 20. Juni 2026.