Marquard Wild

Marquard Wild (15. Oktober 1661 in Bern – 7. November 1747 ebenda) war ein Schweizer Altertumsforscher und Magistrat.

Leben

Marquard Wild, Sohn des Hans Jakob Wild, Landschreiber in Wangen an der Aare, und der Rosina Fasnacht, war von 1693 bis 1714 Oberbibliothekar in Bern, wo er die Reorganisation der Bibliothek (Burgerbibliothek Bern) mit gestaltete. Von ihm stammen zwei prächtige handgeschriebene Kataloge, nämlich ein Donationenbuch sowie ein zweibändiger Bibliothekskatalog, der erstmals die Bestände der alten Berner Bibliothek und der 1632 erworbenen Bibliothek des Jacques Bongars vereint. Wild verfasste ein Werk, in dem er erstmals nachwies, dass Aventicum der Hauptort der Helvetier gewesen war. Seine umfangreiche Münzsammlung schenkte er der Stadtbibliothek Bern.

Als Magistrat war Marquard Wild ab 1702 Schulrats- und Inselschreiber; 1710 erfolgte die Wahl in den bernischen Grossen Rat. Von 1714 bis 1721 bekleidete er das Amt des Landvogts zu Buchsee (heute Münchenbuchsee), 1726 bis 1732 des Schultheiss in Unterseen, 1734 wurde er zum Mushafenschaffner (Verwalter des Almosenfonds) gewählt. 1745 trat Wild von allen seinen Ämtern zurück.

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Mss.h.h.XII.1 im Online-Archivkatalog der Burgerbibliothek Bern
  2. ↑ Cod. A 4.I im Online-Archivkatalog der Burgerbibliothek Bern
  3. ↑ Cod. A 4.II im Online-Archivkatalog der Burgerbibliothek Bern
  4. ↑ Bestand Bongarsiana/Codices im Online-Archivkatalog der Burgerbibliothek Bern
  5. ↑ Handschriften der Burgerbibliothek Bern auf e-codices.
Personendaten
NAME Wild, Marquard
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Altertumsforscher und Magistrat
GEBURTSDATUM 15. Oktober 1661
GEBURTSORT Bern
STERBEDATUM 7. November 1747
STERBEORT Bern