
Marta Fotsch (* 24. März 1942 in Winterthur; † 12. Februar 2024 in Zürich) war eine Schweizer Menschenrechtsaktivistin und eines der ersten Vorstandsmitglieder der Schweizer Sektion von Amnesty International.
Marta Fotsch wuchs in Winterthur als älteste Tochter eines Gastwirtsehepaars auf. Nach dem Abschluss der Handelsschule und einer Ausbildung als Pianistin heiratete sie 1962 den Ingenieur Walter Fotsch und bekam drei Kinder. 1970 schloss sie sich der frisch gegründeten Schweizer Sektion von Amnesty International (AI) an. Zwischen 1975 und 1985 amtierte sie als deren Vizepräsidentin.
Jahrzehntelang setzte sich Marta Fotsch für Opfer von Menschenrechtsverletzungen ein, in den 1970er Jahren zunächst für Opfer der Diktaturen in Portugal, Chile und Argentinien, die sie teilweise bei sich zuhause beherbergte. Ab 1984 bereiste sie im Auftrag des Internationalen Sekretariats von Amnesty International Südamerika, wo sie sich vor allem für verfolgte Argentinier und Kolumbianer engagierte. Von 1988 bis 2016 war sie ehrenamtliche Länderexpertin für Kolumbien, zeitweise auch Koordinatorin von Amnesty Schweiz für Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay. Außerdem arbeitete sie ehrenamtlich in der Zürcher Asyl-Beratung. Noch auf ihrer letzten Kolumbienreise im Januar 2023 besuchte sie mehrere der von ihr unterstützten Projekte.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fotsch, Marta |
| ALTERNATIVNAMEN | Knoblauch, Martha Mina (Geburtsname) |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Menschenrechtsaktivistin |
| GEBURTSDATUM | 24. März 1942 |
| GEBURTSORT | Winterthur |
| STERBEDATUM | 12. Februar 2024 |
| STERBEORT | Zürich |